Was ändert sich bei der Gasflaschenlagerung in 2019?

Mit dem Jahreswechsel treten immer viele Änderungen und Neuerungen in Kraft – so gibt es bspw. bei den ADR 2019 eine Reihe von neuen Vorgaben und Richtlinien, die sich auf den Transport von Gefahrstoffen beziehen. Auch die Lagerung von Gasflaschen ist immer ein wichtiges Thema in vielen Unternehmen, so dass man hier die Änderungen und Neuerungen im Auge behalten sollte. Entsprechend erläutert der heutige Beitrag die wichtigsten Änderungen bei den Vorschriften für die Gasflaschenlagerung.

Änderungen bei der Gasflaschenlagerung in 2019

Mit dem Jahreswechsel zu 2019 hat sich an den Vorschriften und Regeln für die sichere Gasflaschenlagerung für Unternehmen in Deutschland nichts Wesentliches geändert. Mit den TRGS 510 gilt weiterhin der maßgebliche Schriftsatz, in dem die Regeln und Vorgaben zusammengefasst werden, wenn Gasflaschen in Unternehmen gelagert werden sollen. Weiterhin wird innerhalb dieser Regeln unterschieden, wo die Gasflaschen gelagert werden sollen (also im Innenbereich oder im Außenberich) und welche Anforderungen ein passende Gasflaschenlager erfüllen muss.

Zugelassene Gasflaschenlager und -Depots nach TRGS 510

Zur vorschriftsmäßigen und gleichzeitig effizienten Gasflaschenlagerung sind weiterhin Gasflaschenlager  und Gasflaschendepots empfehlenswert. Einerseits werden so die Regeln und Vorgaben der TRGS 510 eingehalten, aber ebenso kann man so die Gasflaschenlagerung effizient in den Betriebsalltag integrieren. Die große Auswahl von Gasflaschenlagern ermöglicht es, für jeden Bedarf und Standort eine passende Variante zu finden: Je nach Standort und benötigter Lagerkapazität sind entsprechende Gasflaschencontainer für den Außenbereich mit Lagermöglichkeiten für bis zu 104 Gasflaschen mit einem Durchmesser von 220mm erhältlich. Umfangreiches Zubehör für Gasflaschenlager sorgt für zudem für vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten und einen reibungslosen Betriebsablauf.

Neuerungen in 2019 für Lagerung und Transport von Lithium-Batterien und Akkus

Oftmals treten zum Jahreswechsel neue Vorschriften oder Gesetze in Kraft und genauso ist es auch beim Thema Gefahrstofflagerung und -transport. Wie bereits in den vergangenen Jahren steht gerade das Thema Lagerung und Transport von Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus im Mittelpunkt der Betrachtung, denn dieser Bereich gewinnt stetig an Bedeutung für immer mehr Lebensbereiche – vom Smartphone über das eBike bis hin zum E-Mobilität und Photovoltaikanlagen mit einem Batteriespeicher sind Lithium-Batterien nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Aufgrund der möglichen Gefahren, die von diesen Produkten ausgehen, werden die Regeln und Vorschriften für die Lagerung und Transport regelmäßig verschärft, so auch in 2019.

Hybrid-Batterien – Kombination aus Lithium-Metall und Lithium-Ionen-Batterien

Erstmals in die Betrachtung mit einbezogen werden sogenannte Hybrid-Batterien. Dieser neue Batterietyp ist eine Kombination aus Lithium-Metall- und Lithium-Ionen-Batterien und diese werden in 2019 der UN-Nummer für Lithium-Metall-Batterien zugeordnet.

Neue Regeln für den Transport von Lithium Batterien in 2019

Die größte Veränderung in 2019 gilt für den Transport von Lithium-Batterien. Auf der einen Seite ist hier eine Kennzeichnung der Lithiumbatterien verpflichtend. Anders als vorher muss nun eine spezifische Kennzeichnung eingesetzt werden, die den Inhalt, also die Lithium-Batterien, verdeutlicht und nicht mehr nur ein allgemeines Gefahrgutzeichen Klasse 9 ist. Bei den Gefahrzetteln ist nun Klasse 9A verpflichtend und muss für Verpackungen eingesetzt werden, die Lithium-Batterien enthalten. Auch die nach der Sondervorschrift 188 geltende Kennzeichnungspflicht verlangt nun ein anderes Kennzeichen, das ebenfalls einen eindeutigen Rückschluss auf den Inhalt Lithium-Batterien zulässt.

Neue Regel für die Lagerung von Lithium-Batterien in 2019

Bzgl. der Lagerung von Lithium-Batterien gibt es seitens der Gesetzgeber keine Änderungen an Regeln oder Vorschriften, so dass Hersteller und Händler hier immer noch keine genauen Vorgaben haben, was bei der Lagerung zu beachten ist. Weiterhin werden die Empfehlungen diverser Verbände und Kommissionen als Rahmen angenommen, eine definitive Rechtsprechung steht noch aus. Daher empfehlen wir für die Lagerung von Lithium-Batterien und Akkus weiterhin auf die Nutzung von geeigneten Sicherheitsschränken für Lithium-Batterien zurückzugreifen, die sich in der Praxis bewährt haben. Mit einer großen Auswahl passender Lagerschränke für Lithium-Batterien gibt es für die unterschiedlichsten Bedürfnisse die richtige Lösung.

Sicherheitsschränke und Gefahrstoffschränke – wo liegt der Unterschied?

Wenn es um die sichere Lagerung verschiedenster (Gefahr-) Stoffe geht, begegnen einem immer wieder die beiden Begriffe Sicherheitsschrank und Gefahrstoffschrank, die mal synonym verwendet werden, mal wird explizit unterschieden. Gibt es Unterschiede zwischen einem Sicherheitsschrank und Gefahrstoffschrank? Diese Frage beantwortet der heutige Beitrag.

Sicherheitsschrank umfasst verschiedene Schranktypen mit Sicherheitsmerkmalen

Der Begriff Sicherheitsschrank ist ein Oberbegriff und umfasst diverse Schränke mit besonderen Sicherheitsmerkmalen. Das Spektrum potenzieller Sicherheitsschränke reicht daher von Tresoren (die den Inhalt primär vor Fremdzugriff schützen sollen), über Gefahrstoffschränke, die zur Aufbewahrung wassergefährdender, gesundheitsschädlicher oder giftiger Stoffe ausgelegt sind, bis hin zu Brandschutzschränken, die den Inhalt im Brandfall schützen sollen. Häufig sind Gefahrstoffschränke dabei ebenfalls Brandschutzschränke. Zum Teil werden die Sicherheitsschränke im Gefahrstoffbereich noch weiter nach den darin zu lagernden Materialien unterschieden (Chemikalienschränke, Säure- und Laugenschränke). Insbesondere wenn Säuren oder Laugen in den Gefahrstoffschränken gelagert werden sollen, muss dies bei der Materialwahl für die Gefahrstoffschränke berücksichtig werden.

Gefahrstoffschränke für die Lagerung von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz

Wie der Name vermuten lässt, bezeichnen Gefahrstoffschränke die Sicherheitsschränke, die explizit zur Lagerung von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz gedacht sind. Ob entzündbare Flüssigkeiten, wassergefährdende Stoffe oder andere Gefahrstoffe – die deutsche Gesetzgebung schreibt eine spezielle Gefahrstofflagerung vor, wenn diese sich in Arbeitsräumen befinden. Die wichtigsten Normen und Regeln sind hier die DIN EN 14470-1 und die TRGS. Neben einer besonders massiven Bauweise zeichnen sich Gefahrstoffschränke durch eine Reihe spezieller Ausstattungen aus, die eine sichere und regelgerechte Lagerung von Gefahrstoffen ermöglichen. So sind die Gefahrstoffschränke oftmals mit Auffangwannen, speziellen Türmechanismen, Auszugsböden etc. ausgestattet, um Gefahrstoffe aller Art sicher und effizient lagern zu können.

Gefahrstoffschränke mit Feuerwiderstandsklasse = Brandschutzschränke

Sicherheitsschrank / Gefahrstoffschrank Typ 90 / F90 mit 90 Minuten Feuerwiderstand

Sicherheitsschrank / Gefahrstoffschrank Typ 90 / F90 mit 90 Minuten Feuerwiderstand

Sind unter Gefahrstoffen entzündliche Flüssigkeiten oder brennbare Materialien, sind Brandschutzschränke, also Gefahrstoffschränke mit integriertem Brandschutz, die beste Wahl.  Je nach Ausführung bieten diese Brandschutzschränke für 30 Minuten (Gefahrstoffschränke Typ 30 / F 30) oder für 90 Minuten (Gefahrstoffschränke Typ 90 / F90) Schutz vor äußerer Brandeinwirkung. Neben der besonders robusten Bauweise haben diese Gefahrstoffschränke automatisch schließende Türmechanismen, die auf eine erhöhte Temperatur reagieren und im Brandfall den Gefahrstoffschrank automatisch verschließen.

Sicherheitsschränke zur Lagerung von Lithium-Batterien

Lithium-Batterien finden im Rahmen der Energiewende immer mehr Verwendung. Nicht nur Handy, Smartphones oder Notebooks werden die Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus genutzt, gerade im Bereich der Mobilität kommen leistungsstarke Lithium-Zellen zum Einsatz. Durch eine hohe Zellspannung, keinen Kein Memory-Effekt bei Akkus bzw. wiederaufladbaren Sekundärbatterien und einer geringen Selbstentladung bringen Lithium-Ionen-Akkus / Lithium-Batterien alle Eigenschaften mit, die für viele Bereiche ideal sind und eine hohe Energiedichte auf kleinem Raum bereitstellen können.

Lagerung von Lithium-Batterien und Lithium-Akkus

Gleichzeitig sorgt die hohe Energiedichte der Lithium-Batterien auch Gefahren mit sich und eine eine sachgemäße Lagerung von Lithium-Batterien ist daher unabdingbar. Das in den Batteriezellen enthaltene Lithium ist chemisch hochreaktiv und kann bei Kontakt mit Wasser sehr empfindlich. Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus können aufgrund der Konstruktion bei einer Beschädigung oder schon bei bei falscher Lagerung überhitzen und bspw. Brände auslösen. Entsprechend ist ein effizienter Brandschutz ist bei der Lagerung von Lithium-Batterien von gröößter Bedeutung – genauso wie umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und eine besondere Sorgfalt.

Noch keine gesetzlichen Vorschriften zur Lagerung von Lithium-Batterien

Für die Lagerung von Lithium-Batterien und Akkus gibt es in den gesetzlichen Vorgaben noch keine endgültig verabschiedeten Sicherheitsvorschriften und Regeln, gleichwohl ist aus versicherungstechnischen Gründen eine sorgfältige und möglichst sichere Lagerung der Batterien und Akkus generell empfehlenswert. Solange es noch keine Gesetze oder anderen Vorgaben vom Statt gibt, gelten die die Sicherheitsregeln des VdS aktuell als maßgeblicher Standard und sollten daher von den Unternehmen eingehalten werden. Diese Sicherheitsvorschriften beinhalten auf der einen Seite einen allgemeinen Teil, wo grundlegende Regeln erarbeitet werden, und drei spezifische Abschnitte, die bestimmte Sicherheitsvorschriften für die Lagerung von Lithium-Batterien an der Leistung festmachen.

Vorgaben zur Lagerung von Lithium-Batterien gemäß VdS

Die Vorgaben des VdS im Bezug auf die Lagerung von Lithium-Batterien und Akkus sind teilweise recht allgemein gehalten, wie bspe. “es sind alle Vorgaben der jeweiligen Hersteller und technischen Produktdatenblätter bei der Lagerung einzuhalten”. Beschädigte oder defekte Lithium-Batterien sind aus Lager- und Produktionsbereichen umgehend zu entfernen und bis zur endgültigen Entsorgung in sicherem Abstand oder in einem brandschutztechnisch abgetrennten Bereich (einem anderen Raum oder bspw. in einem Sicherheitsschrank) zwischenzulagern. 
Ein wichtiger Punkt ist die Wärme bzw. die Lagerung von Lithium-Batterien abseits von möglichen Wärmequellen. Die Lithium-Batterien bzw. Lithium-Ionen-Akkus dürfen nicht unmittelbarer oder dauerhaft hohen Temperaturen oder Wärmequellen ausgesetzt werden. Zu diesen Wärmequellen gehören auch z. B. s direkter Sonneneinstrahlung.
Aufgrund der Brennbarkeit sollten die Lithium-Batterien und -Akkus getrennt von anderen brennbaren Materialien gelagert werden (bauliche Trennung oder räumliche Trennung mit mindestens 2,5m Abstand), solange die Lagerreinrichtung nicht über eine automatische Löschanlage verfügt (wobei eine Löschanlage nicht mit Wasser funktionieren darf, denn dieses Löschmittel ist für Lithium-Batterien ungeeignet). 
Es sollten nur Batterien und einzelnen Zellen gelagert werden, die über den Prototypen-Status hinaus sind und eine Prüfung nach UN 38.3 bereits vorliegt. 
Der ideale Ladezustand für die Lagerung der Lithium-Batterien und Lithium-Akkus liegt bei 40%.

Sicherheitsschränke für die Lagerung von Lithium-Batterien

Aufgrund der möglichen (Brand-) Gefahr von Lithium-Batterien und Lithium-Akkus wird eine Lagerung in brandschutztechnisch abgetrennten Räumen bzw. entsprechend abgetrennten Bereichen empfohlen. Zwar gibt es noch keine offiziellen Vorgaben und Richtlinien für die Lagerung von Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus, aber feuerbeständige Sicherheitsschränke / Brandschutzschränke erfüllen zahlreiche Anforderungen, die für die Lagerung von Lithium-Batterien empfohlen werden. Die Sicherheitsschränke für die Lagerung von Lithium-Batterien sind je nach Ausführung für mind. 30 Minuten (F30-Sicherheitsschränke) oder 90 Minuten (F90-Sicherheitsschränke) feuerbeständig. Wenn also die darin gelagerten Akkus und Batterien eine Brand entwickeln würden, wären die umliegenden Räume und Mitarbeiter geschützt. Ebenfalls schließen die Türen der Sicherheitsschränke automatisch, so dass im Fall eines Feuers, die in den Sicherheitsschränken gelagerten Lithium-Batterien und Lithium-Ionen-Akkus nicht ebenfalls beginnen würden zu brennen.

Kriterien für die Auswahl der richtigen Auffangwanne – Größe, Material und spezielle Eigenschaften

Wenn Gefahrstoffe und hier insbesondere wassergefährdende Stoffe in Unternemen gelagert werden sollen, sind in Deutschland Auffangwannen vorgeschrieben, um im Fall einer Leckage des Primärbehälters Menschen und Umwelt vor Schäden zu bewahren und den austretenden Gefahrstoff auffangen zu könnnen. Je nach Gebinde oder Behältergröße – angefangen vom Kleingebinde bis hin zu 1000-l-IBC gibt es für jede Gefahrstoffmenge die passende passende Auffangwanne in der richtigen Größe. Neben der Größe spielen aber zahlreiche weitere Faktoren beim Kauf einer Auffangwanne eine wichtige Rolle: Welches Material soll gewählt werden (Stahl, Kunststoff, Edelstahl oder GFK), soll die Auffangwanne ein Gitterrost besitzen oder nicht, werden die Auffangwanne für spezielle Anwendungen benötigt (wie z. B. die Auffangwannen für Paletten, die von der Größe auf die gängigen Euro- und Industriepaletten abgestimmt sind) usw. usw. Entsprechend sollte man sich vor dem Kauf einer Auffangwanne folgende Fragen stellen, um zu dem passenden Modell zu kommen:

  1. Welche Größe sollte die Auffangwanne haben? 
  2. Aus welchem Material sollte die Auffangwanne sein?
  3. Muss die Auffangwanne spezielle Anforderungen erfüllen?

Die richtige Größe Finden: die VaWs gibt die Größe vor

Das benötigte Volumen bzw. die vorgeschriebene Mindestgröße ist beim Kauf erste Frage, die man sich stellen sollte. Bezüglich des Auffangvolumens sollte man beachten, dass eine Auffangwanne den Inhalt des größten darauf gelagerten Behälters und mindestens 10 % der gelagerten Menge aufnehmen können muss; in Wasserschutzgebieten muss das Volumen der Auffangwanne sogar 100% der gelagerten Menge betragen. Das ist allerdings nur eine grobe Richtlinie für das benötigte Volumen einer Auffangwanne, die genauen Vorgaben für die Größe einer Auffangwanne werden in den VAwS geregelt. Einen detaillierten Überblick über das erforderliche Volumen  mit drei Beispielen für die Volumenberechnung einer Auffangwanne erhalten Sie hier.
Da die VAwS nur für Deutschland gelten, gibt es in anderen Ländern abweichende Regelungen in Bezug auf die Mindestgrößen von Auffangwannen. So sind bspw. die vorgeschriebenen Auffangvolumina in Österreich abhängig von der Art des Primärbehälters, in denen die Gefahrstoffe gelagert werden. 

Das richtige Material der Auffangwanne finden – Stahl, Kunststoff, Edelstahl oder GFK

Um die zweite Frage beim Kauf einer Auffangwanne beantworten zu können, spielt der zu lagernde Gefahrstoff eine große Rolle. Nicht jedes Material ist für die Lagerung aller Gefahrstoffe geeignet, denn bspw. können aggressive Säuren und Laugen das Material von Stahl-Auffangwannen korrodieren lassen, während Kunststoff-Auffangwannen aus PE für brennbare und ölbasierte Gefahrstoffe eher ungeeignet sind. Edelstahl und GFK – zwei Materialien, die in den letzten Jahren immer häufiger für Auffangwannen Verwendung finden – sind wesentlich flexibler einsetzbar, liegen aber preislich deutlich über den Alternativen Auffangwannen aufs Stahl oder Kunststoff. Um die Frage nach dem idealen Material beantworten zu können, ist ein Blick auf die Eignung der Auffangwannen für Gefahrstoffe empfehlenswert, den man hier findet. 

Spezielle Anforderungen – Palettenauffangwannen, besonderes Zubehör uvm.

Häufig werden Auffangwannen nicht einfach nur zur Lagerung von Fässern oder anderen Primärbehältern verwendet, sondern es werden ganz spezielle Anforderungen an sie gestellt: Wenn die Auffangwannen in Kombination mit Paletten eingesetzt werden, müssen sie bestimmte Maße einhalten, um eine optimale Platznutzung zu ermöglichen. Sollen aus den darauf gelagerten Fässern eine Entnahme der Flüssigkeiten möglich sein, kann eine dedizierte Fassablage für Auffangwannen sinnvoll sein. Entsprechend der individuellen Anforderungen werden also die finalen Kriterien festgelegt, um die passende Auffangwanne zu finden.

Alles für die Lagerung von Gasflaschen im Unternehmen

Da heute fast jedes Unternehmen Gase in irgendeiner Form im Betrieb nutzt, müssen die Gasflaschen mit großer Sorgfalt gelagert werden. Sie stehen in der Regel unter Druck und beinhalten zudem brennbare Gase, so dass es zahlreiche Vorschriften und Gesetze gibt, die klare Richtlinien für die Lagerung enthalten. Die zur Gasflaschenlagerung nötigen Vorrichtungen werden Gasflaschen-Lager, Gasflaschen-Depots oder auch Gasflaschen-Schränke genannt, wobei Letztere vor allen Dingen in Innenräumen zur Gasflaschenlagerung genutzt werden. Der heutige Beitrag gibt erläutert die Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede von Lagereinrichtungen für Gasflaschen.

Für Innenbereiche und die Lagerung von 11kg-Gasflaschen: Gasflaschenschränke

Sollen Gasflaschen in Arbeitsräumen gelagert werden, müssen sogenannten Gasflaschen-Schränke zur Lagerung verwendet werden. Auch wenn die zu lagernden Gase bestimmte Gefahrstoffklassen erfüllen (entzündbar oder toxisch sind), müssen diese in Gasflaschenschränken eingelagert werden, eine offene Lagerung in normalen Gasflaschen-Depots oder Lagern ist hier nicht mehr zulässig.

Feuerwiderstand und Belüftung bei Gasflaschenschränken

Insbesondere der Feuerwiderstand und die gute Belüftung sind zwei zentrale Auflagen, die von Gasflaschenschränken zu erfüllen sind. Je nach gelagerten Gasflaschen müssen die Gasflaschenschränke einen Schutz bei Feuer von bis zu 90 Minuten sicherstellen.Ebenso werden an die technische Lüftung von Gasflaschen-Schränken abhängig vom gelagerten Gas hohe Anforderungen gestellt (bspw. muss bei akut toxischen Gasen eine 120facher Luftwechsel erreicht werden). Diese Belüftung kann über aktive und passive Mechanismen erreicht werden (natürlichen Luftaustausch oder auch bspw. elektrisch betriebene Lüftungen).

Spezielle Gasflaschen-Schränke für 11kg Gasflaschen

11kg Propan- oder Butangasflaschen werden normalerweise ebenfalls nicht in normalen Gasflaschenlagern aufbewarht, sondern hier spricht man immer von Gasflaschen-Schränken für 11kg-Gasflaschen. Je nach Ausführung sind die Gasflaschen-Schränke für bis zu 20 11-kg-Gasflaschen und in einer geschlossenen oder belüfteten Version.

Für Außenbereiche: Gasflaschenlager und -depots

Gasflaschen-Depots werden häufig im Außenbereich verwendet und sind mit und ohne Dach erhältlich. Die Modelle ohne Dach kommen unter Schleppdächern zum Einsatz, die Modelle mit Dach können auch gut freistehend verwendet werden.

umfangreiches Zubehör für Gasflaschenlager

Die Gasflaschen-Lager haben zahlreiche Eigenschaften, die insbesondere das Ein- und Auslagern von Gasflaschen erleichtern. Sie sind mit großen Flügeltoren ausgestattet (bei den größeren Gasflaschen-Depots mit zwei Flügeln) und sind nicht nur begehbar, sondern auch mit einer Gasflaschenkarre und teilweise sogar mit einem Stapler befahrbar. So können auch größerer Mengen Gasflaschen, bspw. mit Hilfe von Gasflaschen-Paletten schnell ein- und ausgelagert werden. Umfangreiches Zubehör, wie bspw. Wandhalterungen für Gasflaschen, sorgen jederzeit für einen sicheren Stand (wie es auch in den TRGS 510 vorgeschrieben ist).
Durch das flexible Baukasten-System der Gasflaschen-Depots kann die Kapazität schnell an den jeweiligen Bedarf angepasst werden.

Ob Gasflaschen-Lager, Gasflaschen-Depot oder -Schrank – mit der richtigen Auswahl kann man die im Unternehmen genutzten Gasflaschen sicher und effizient lagern.

Auffangwannen für Palettenregale – wenn Gefahrstoffe gelagert werden sollen

Palettenregale sind aus einer leistungsfähigen Logistik nicht mehr wegzudenken, in so gut wie jedem Hoch- oder Normalregallager findet man die Konstruktionen, auf denen palettierte Waren effizient ein- und ausgelagert werden können. Auf den Regalböden werden die Paletten per Gabelstapler abgesetzt und kann man viele Paletten übereinander lagern und trotzdem ist jede Palette auf den Palettenregalen leicht errichbar.
Wenn die palettierten Waren aber Fässer oder IBC mit Gefahrstoffen sind, sind die normalen Regalböden der Palettenregale aber nicht ausreichend – denn nach Vorschrift müssen dann Auffangwannen genutzt werden. Für genau diesen Zweck gibt es ganz spezielle Regalauffangwannen (oder kurz Regalwannen bzw. Einhängewannen), die anstelle der normalen Regalböden in die Palettenregale eingesetzt werden önnen.

Mit Regalauffangwannen erfüllt man alle Vorschriften der Gefahrstofflagerung

Sogenannte Regalauffangwannen (oder auch kruz Regalwannen genannt) müssen allen Anforderungen, Gesetzen und Regel gerecht werden, die bei der Gefahrstofflagerung auf Palettenregalen entstehen. Auf der einen Seite sind auch diese Einhängewannen an alle Auflagen gebunden, die normale Auffangwannen einhalten müssen (bspw. für die Lagerung flüssigen Gefahrstoffen in Fässern und IBC am Boden): Regalwannen müssen nach der StawaR konstruiert werden, werden vom DIBt geprüft usw. Gleichzeitig erfüllen Regalauffangwannen zustätzlich die speziellen Herausforderungen, dass perfekt in Palettenregalgen verwendet weden können. Durch den Einsatz von Regalauffangwannen werden alle gesetzlichen Auflagen für die Gefahrstofflagerung (bspw. WHG, VaWS und TRbF) eingehalten.

Große Auswahl von Regal- und Einhängewannen

Einhängewannen / Regalwannen sind flexibel einsetzbar

Einhängewannen / Regalwannen sind flexibel einsetzbar

Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Anforderungen an den eigenen Lagerplatz und viele unterschiedliche Regalsysteme und Palettenregale sind in den verschiedenen Betrieben im Einsatz. Entsprechend gibt es auch bei den Einhängewannen und Regalwannen eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle, so dass man fast jedes bestehende Regalsystem mit den Auffangwannen nachrüsten kann.

Regalauffangwannen mit vielen verschiedenen Feldbreiten

Gängige Feldbreiten für Palettenregale sind 1800mm bis hin zu 3600mm. Für all diese Feldbreiten sind passende Einhängewannen im Standardsortiment verfügbar, die je nach Ausführung bis zu 1000 Liter fassen, so dass auf diesen Regalwannen dann sogar IBC-Container mit flüssigen Gefahrstoffen gelagert werden können. Je nach individuellem Bedarf gibt es die Stahl-Auffangwannen mit oder ohne Gitterrost.

Regalwannen für die unterschiedlichen Gefahrstoffe mit und ohne PE-Einsatz

Die Regalwannen sind in der Regel aus Stahl gefertigt und so von Haus aus ideal für die Lagerung brennbarer Flüssigkeiten und Gefahrstoffe. Solle aggressive Säuren oder Laugen auf den Auffangwannen für Palettenregale gelagert werden,  ist Stahl kein idealer Werkstoff, denn die Säuren und Laugen sorgen für Korrosion und Schäden. Für diese Anwendung gibt es passende Einhängewannen mit einem PE-Einsatz, der die notwendige Robustheit gegenüber den Säuren und Laugen aufweist.

Bodenschutzsysteme oder Auffangwannen? Die Lagermenge ist meistens entscheidend

Wenn es um die Lagerung oder Verwendung von Gefahrstoffen im Unternehmen geht, gehören Auffangwannen zum Umweltkonzept eines jeden Unternehmens. Im Fall einer Leckage des Primärbehälters (bspw. eines 200l-Standardfasses sollen die Auffangwannen eine Kontamination der Umwelt und der Mitarbeiter vermeiden, die austretenden Gefahrstoffe aufnehmen und entsprechend den entstehenden Schaden minimieren. Für die Lagerung von flüssigen Gefahrstoffen gib es entsprechend zahlreiche Vorschriften für Auffangwannen, die nicht zur Verwendung, sondern auch zu den Größen entsprechende Aussagen machen.  Während die normalen Auffangwannen für die Lagerung und den Transport eingesetzt werden, gibt es auch sogenannte Bodenschutzwannen / Flächenschutzsysteme. Diese sind modular kombinierbare Auffangwannen um große Flächen zu schützen oder auch große Mengen Gefahrstoffe darauf zu lagern. Worin sich die normalen Auffangwannen und die Bodenschutzwannen unterscheiden, erläutert der heutige Beitrag.

Klassische Auffangwannen – Ideal für Gefahrstoffmengen bis 1000 Liter

Stahl-Auffangwanne

Weit verbreitete Stahl-Auffangwanne für 2 Fässer

Unter den klassischen Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff versteht man die Modelle mit einem Volumen von bis zu 1000 Litern. Diese sind zur Lagerung oder dem Transport von  Kleingebinde, Fässern und IBC geeignet. Neben den robusten und weit verbreiteten Stahl-Auffangwannen sind besonders die aufgrund des geringen Gewichts beliebten extrem säureresistenten Kunststoff-Auffangwannen in vielen Unternehmen im Einsatz. Diese Auffangwannen werden primär für die mobile Lagerung von Gefahrstoffen genutzt. Die auf den Auffangwannen gelagerten Kleingebinde, Fässer und IBC werden mit den Auffangwannen von Punkt A zu Punk B transportiert.

Bodenschutzwannen & Flächenschutzsysteme – flexibel erweiterbar und so für fast alle Mengen geeignet

Stahl-Bodenschutzwanne

Bodenschutzwannen modular zum befahrbaren Flächenschutz kombiniert

Sollen ganze Flächen für die Lagerung großer Mengen  Gefahrstoffe vorbereitet werden, kommen die Bodenschutzwannen zum Einsatz, die je nach Bedarf modular zu kompletten Flächenschutzsystemen kombiniert werden können. Mit den passenden  Wannenverbindern und Auffahrrampen sind die Bodenschutzwannen auch mit bspw. mit einem Hubwagen oder bei den Modellen aus Stahl sogar mit einem Gabelstapler oder anderen Fahrzeugen befahrbar. Daher kommen diese Flächenschutzsysteme besonders dann zu Einsatz, wenn große Menge Fässer / IBC-Container mit Gefahrstoffen eingelagert werden sollen. Im Unterschied zu den normalen Auffangwannen, werden bei den Flächenschutzsystemen die Fässer und IBC direkt – also ohne die Auffangwanne – transportiert. Ebenso kommen Stahl-Bodenschutzwannen bei Kraftstoff-Abfüllplätze zum Einsatz. Da die Stahl-Flächenschutzsystem auch mit schweren Fahrzeugen befahren werden können und diese Modelle für die Verwendung mit brennbaren Stoffen wie Diesel oder Benzin zugelassen sind, kann man hier perfekt die Fahrzeuge betanken.

Ob klassische Auffangwanne oder Bodenschutzwanne – beides ist in der modernen Umelt-Lagertechnik aus dem Betriebsalltag zur sicheren Lagerung und Verwendung von wassergefährdenden Stoffen nicht mehr wegzudenken. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der passsenden Auffangwanne oder Flächenschutzsysteme für Ihren Bedarf – sprechen Sie uns an.

Welche Vorteile und Nachteile haben Kunststoff-Auffangwannen gegenüber Stahl-Modellen?

Stahl war lange Zeit der Platzhirsch, wenn es um die Materialien von Auffangwannen ging. Aber auch im Bereich der Auffangwannen hat Kunststoff gegenüber Stahl bei der Verwendung als Auffangwanne immer stärker durchgesetzt, denn Kunststoff-Auffangwannen haben im Vergleich zu den Stahl Modellen drei wichtige Vorteile, die je nach individueller Nutzung für ein Unternehmen von Bedeutung sein können und den Aussschlag für die Wahl einer Kunststoff-Auffangwannen geben können. Natürlich gibt es auch Nachteile gegenüber den Stahl-Auffangwannen, die ebenso bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden müssen. Beginnen wir mit den Nachteilen von Kunststoff-Auffangwannen.

Nachteile von Kunststoff-Auffangwannen im Vergleich zu Modellen aus Stahl

Kunststoff-Auffangwannen aus PE und GFK haben zwei gravierende Nachteile gegenüber den Auffangwannen aus Stahl: der erste Nachteil ist geringere phyische Belastbarkeit gegenüber mechanischer Krafteinwirkung. Eine Stahl-Auffangwanne verzeiht es problemlos, dass man mal irgendwo aneckt oder bspw. mit einer Stapler-Gabel die Einfahrtaschen nicht genau trifft. Passiert das mit einer Kunststoff-Auffangwanne, kann es hier schnell zu einem Bruch der Wanne kommen. 
Der zweite Nachteil betrifft vor allen Dingen die Kunststoff-Auffangwannen aus PE: Diese sind nicht für ölbasierte Gefahrstoffe geeignet, auch brennbare Gefahrstoffe können auf PE-Auffangwannen und Modellen aus GFK nur eingeschränkt gelagert werden. Für die Lagerung dieser Gefahrstoffe eignen sich Stahl-Auffangwannen oder Modelle aus Edelstahl wesentlich besser. 

Vorteile von Kunststoff-Auffangwannen – Gewicht, Beständigkeit und Formenvielfalt

Auf der einen Seite sind Kunststoff-Auffangwannen wesentlich leichter als gleiche Modelle aus Stahl. Kunststoff-Auffangwannen sind so leicht, dass es sogar komplett mobile Modelle gibt, die sich wie ein normaler Handwagen bewegen lassen – bei Stahl-Auffangwannen wegen des Gewichtes nur schwer denkbar.
Der zweite Vorteil von Kunststoff-Auffangwannen ist die sehr hohe, chemische Beständigkeit gegen über Säuren, Laugen und vielen anderen Chemikalien. Außerdem ist Kunststoff absolut korrosionsfrei – in Verbindung mit Gefahrstoffen zwei Eigenschaften, die für Auffangwannen besonders wichtig sind. Zwar kann auch bei Auffangwannen aus Stahl durch eine entsprechende Lackierung / Verzinkung die Beständigkeit auch erhöht werden, aber bei vielen Gefahrstoffen haben Kunststoff-Auffangwannen trotzdem eine Robustheit, die von Stahl nicht erreicht wird.
Der dritte Vorteil vom Werkstoff Kunststoff in der Umwelt-Lagertechnik ist die einfachere Verarbeitung: Kunststoff kann mit vergleichsweise wenig Aufwand in jede erdenkliche Form gebracht werden, so dass für alle Anwendungskontexte eine passende Auffangwanne konstruiert und in kürzester Zeit produziert werden kann. Selbst die Produktion über den immer weiter verbreiteten 3D-Druck ist bei Kunststoff-Auffangwannen denkbar, wenn auch in der Praxis noch nicht umgesetzt.

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Große Auswahl und viel Zubehör für Sicherheitsschränke

Die Gefahrstofflagerung im Innenbereich stellt hohe Ansprüche an die Sicherheit und häufig kommen dann sogenannte Sicherheitsschränke (auch Gefahrstoffschränke oder Brandschutzschränke) zum Einsatz, die im Brandfall die darin gelagerten Stoffe sicher vor dem Feuer schützen. Neben der Beständigkeit und dem Schutz vor Feuer bieten die Sicherheitsschränke ebenso einen guten und zuverlässigen Schutz vor Chemikalien von außen. Neben der Lagerung von Gefahrstoffen werden die Schränke ebenfalls zur Aufbewahrung von Akten oder anderer, wichtiger Dokumente genutzt, so dass es ein weites Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten gibt. Um dieser großen Bandbreite gerecht zu werden, gibt es sowohl bei der Auswahl der Sicherheitsschränke, wie auch bei dem optionalen Zubehör viele Möglichkeiten, die individuellen Anforderungen und Nutzungswünsche zu berücksichtigen.

Innenausstattung für Gefahrstoffschränke: Wannenböden, Bodenwannen und Vollauszüge

Neben der Größe und der Anzahl der Türen ist die Innenausstattung ein Kriterium, wonach der passende Sicherheitsschrank gewählt wird. Eine Bodenwanne sorgt dabei dafür, dass austretende Flüssigkeiten sicher aufgefangen werden können. Bei der Entscheidung ob man Wannenböden oder Vollauszugsböden für den Sicherheitsschrank bevorzugt, spielen vor allen Dingen die Abläufe im Betriebsalltag eine Rolle und müssen individuell entschieden werden. Bei Vollauszügen sind alle gelagerten Gehfahrstoffe gleichgut erreichbar, bei einfachen Wannenböden sind die hinten gelagerten Produkte etwas schwerer zugänglich.

Weiteres Zubehör: Anti-Rutsch-Matten, verstellbare Füße etc.

Neben den beim Kauf mitgelieferten Wannenböden und Vollauszügen können dies natürlich auch separat erworben und nachgerüstet werden und sind entsprechend als Zubehör für Sicherheitsschränke erhältlich. Darüber hinaus gibt es Anti-Rutschmatten, höhenverstellbare Füße und vieles mehr, die die tägliche Nutzung der Sicherheitsschränke erleichtern.

Alexander Kipp
Vom Team des Lagerechnik-Profishop