Auffangwannen für die Lagerung von 200-Liter Fässern

Auffangwannen in jeder Größe  gehören zu den wichtigsten Artikeln im Bereich der Umwelt-Lagertechnik, denn wassergefährdende Stoffe müssen bei der Lagerung immer auf Auffangwannen gelagert werden. Als Primärbehälter für den Transport und die Lagerung der wassergefährdenden Stoffe (wie bspw. Säuren, Laugen, Öle, Kraftstoffe usw.) kommen, neben IBC, sehr häufig in 200-Liter Standard-Fässer zum Einsatz, die auf entsprechenden Auffangwannen gelagert werden müssen. Nach den Vorgaben für die Volumina von Auffangwannen müssen diese dann mindestens diese 200 Liter aufnehmen können, so dass die 200-Liter Auffangwannen zu den Standardgrößen gehören, die für die Lagerung von Fässern zum Einsatz kommen. Insbesondere 200-Liter-Auffangwannen aus Stahl, Kunststoff und Edelstahl werden hier je nach Zweck und Gefahrstoff verwendet, aber auch immer häufiger kommen Modelle aus GfK zum Einsatz.

200-Liter Auffangwannen aus Kunststoff (Polyethylen)

Kunststoff-Auffangwanne (PE) WPA-PE 2/2 für 200-l-Fässer

Kunststoff-Auffangwanne aus PE 200-l-Fässer

200-Liter-Auffangwannen aus Kunststoff sind gerade bei der Lagerung aggressiver Säuren und Laugen ideal, denn Korrosion ist für den Werkstoff Kunststoff / PE keine Rolle nicht relevant. Ebenso sind die 200-Liter Auffangwannen aus Kunststoff sehr leicht, was gerade beim Transport von Gefahrstoffen Vorteile haben kann. Durch die modernen Produktionsverfahren – Kunststoff-Auffangwannen werden im Spritzgussverfahren hergestellt – sind ebenso viel mehr Ausformungen möglich. Allerdings haben auch 200-Liter Kunststoff-Auffangwannen Nachteile: Auf der einen Seite sind sie nicht so robust gegenüber physischen Belastungen und können brechen, wenn man bspw. mit einer Stapler-Gabel diese tangiert. Auch für die Lagerung ölbasierter / brennbarer Gefahrstoffe sind PE-Auffangwannen ungeeignet – dann sollte man auf die klassischen 200-Liter Stahl-Modelle zurückgreifen.

200-Liter Auffangwannen aus Stahl

Die größte Auswahl von 200-Liter Auffangwannen gibt es aus klassischem Stahl, denn diese sind seit Jahrzehnten im Einsatz. Diese sind vergleichsweise preiswert (200-Liter Profilwannen gibt es schon für unter 200€) und haben eine extrem lange Lebensdauer; bei adäquater Nutzung viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte. 200-Liter-Stahl-Auffangwannen sind dabei in der Regel für maximal 10 Fässer ausgelegt, viele Modelle gibt es auch für zwei oder vier Fässer. Stahl-Auffangwannen sind dabei primär für die Lagerung von ölbasierten und brennbaren Gefahrstoffen geeignet, starke Säuren oder Laugen können dahingegen den Stahl angreifen und das Material korrodieren lassen.
Wenn aus 200-Liter Stahl-Auffangwannen Säuren oder Laugen gelagert werden sollen, gibt es spezielle Modelle mit einem Kunststoff-Einsatz, die Stahl-Auffangwannen vom TYP AW /PE. Hier sorgt der Einsatz aus PE / Kunststoff dafür, dass die evtl. austretende Säure oder Lauge nicht mit dem Stahl in Berührung kommt und Leckagen vermieden werden. Wenn kein PE-Einsatz genutzt werden soll, muss man für die Lagerung von aggressiver Säuren und Laugen auf Edelstahl zurückgreifen, denn Alternativ dazu können auch Edelstahl-Auffangwannen verwendet werden, allerdings sind diese preislich wesentlich teurer als klassische 200-Liter Stahl-Auffangwannen.

200-Liter Auffangwannen aus GFK

GFK-Auffangwannen vereinen sozusagen die Vorteilen von den Stahlmodellen und den Kunststoff-Auffangwannen. GFK ist chemisch sehr resistent, so dass man GFK-Auffangwannen sowohl für Lagerung aggressiver Säuren und Laugen nutzen kann, wie auch zur Lagerung ölbasierte Gefahrstoffe. Allerdings bezahlt man diese Flexibilität auch mit einem höheren Preis (im Vergleich zu den normalen Stahl- oder Kunststoff-Auffangwannen).

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Auffangwannen aus PE – leicht, robust und vielseitig einsetzbar

Insbesondere im Bereich der Kunststoffe hat die Werkstoff-Forschung in den letzten Jahren und Jahrzehnten große Fortschritte gemacht und entsprechend finden Kunststoffe auch um Bereich der Umwelt-Lagertechnik immer mehr Einzug. Auffangwannen aus Polyethylen (PE) werden immer mehr zu einer beliebten Alternative zu den klassischen Stahl-Auffangwannen, so dass wir unsheute die Eigenschaften von Auffangwannen aus PE einmal genauer anschauen wollen und diese mit klassischen Stahl-Auffangwannen vergleichen.

Polyethylen-Auffangwannen sind extrem resistent gegenüber Säuren und Laugen

Früher kamen im Bereich der Gefahrstoff-Lagerung primär Stahl- oder Edelstahl-Auffangwannen zum Einsatz, wobei Edelstahl-Auffangwannen preislich weit über den normalen Stahl-Wannen liegen. Allerdings stoßen klassische Stahl-Auffangwannen schnell an ihre Grenzen, wenn aggressive Säuren oder Laugen gelagert werden sollen, denn Säuren und Laugen können Stahl problemlos zersetzen. Entweder musste man dann zu den teuren Edelstahl-Auffangwannen greifen oder man nutzte zusätzliche Einsätze in den Auffangwannen, die den Stahl schützen sollten. Polyethylen dahingegen ist chemisch extrem resistent und hält auch aggressiven Säuren und Laugen stand, so dass man inbesondere für die Lagerung dieser Gefahrstoffe nun auf Kunststoff als Werkstoff für Auffangwannen zurückgreif. Mit der Entwicklung von PE-Auffangwannen hat man hier eine gute Möglichkeit gefunden, Säuren und Laugen vergleichsweise günstig und trotzdem sicher lagern zu können, denn Kunststoff-Auffangwannen sind gegenüber diesen aggressiven Gefahrstoffen resistent und nicht anfällig für Korrosion etc.

Moderne Produktionsverfahren bei PE-Auffangwannen ermöglichen neue Formen

Stahl-Auffangwannen werden aus massivem Stahlblech geformt und dann verscheißt. Eine etablierte Methode, die aber gerade bei dem Möglichkeiten für die Formgebung schnell an ihre Grenzen stößt. Bei den Kunststoff-Auffangwannen aus Polyethylen erfolgt die Produktion komplett anders, nämlich im Spritzgussverfahren. Entsprechend sind mit diesem Produktionsverfahren ganz neue und wesentlich detailliertere Formen für Kunststoff-Auffangwannen möglich. Gleichzeitig ist das Produktionsverfahrenverfahren  für große Stückzahlen günstiger, so dass Kunststoff-Auffangwannen von den reinen Produktionskosten häufig sogar noch ein stückweit günstiger sind, als Stahl-Auffangwannen in vergleichbarer Größe. Der 3D-Druck ist  auch für Kunststoff-Auffangwannen prinzipiell denkbar, so dass in Zukunft Kunststoff-Auffangwannen vollkommen individuell nach Kundenwünschen bspw. per 3D-Drucker erstellt werden.

Kunststoff-Auffangwannen wiegen bis zu 60% weniger als Stahl-Auffangwannen

Paletten-Auffangwanne aus Polyethylen / PE

Paletten-Auffangwannen sind in der Regel aus PE gefertigt

Das Eigengewicht ist ein weiter, wichtiger Vorteil von PE-Auffangwannen. Im Vergleich mit Stahl-Auffangwannen gleicher Größe spart man bei Kunststoff-Auffangwannen bis zu 60% und mehr beim Eigengewicht. In der Logistik macht sich dieser Gewichtsvorteil stark bemerkbar, so dass die meisten Paletten-Auffangwannen (Auffangwannen in den Maßen von Euro- oder Industriepaletten; diese werden genutzt, um auf den Paletten die Gefahrstoffe zu transportieren) auch aus Kunststoff gefertigt werden.

Chemische Resistenz gegenüber aggressiven Gefahrstoffen wie Säuren und Laugen, größe Flexibilität bei der Formgebung und Herstellung und das geringen Gewicht – diese Faktoren machen PE-Auffangwannen zu einer immer beliebteren Alternative zu den klassichen Modellen aus Stahl oder Edelstahl.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop

Flache Kunststoff-Auffangwanne – ideal für Paletten und Flächenschutzsysteme

Auffangwannen aus Kunststoff werden in vielen Bereichen heutzutage den etablierten Stahl-Auffangwannen vorgezogen. Die Kunststoff-Modelle sind leichter und sind vor allen Dingen auch für die Lagerung von Säuren und Laugen geeignet, für die Stahl-Auffangwannen nur schlecht nutzbar bzg. teilweise sogar komplett ungeeignet sind. Einen detaillierten Vergleich von Stahlauffangwannen und Kunststoff-Auffangwannen finden sier hier: Vergleich von Stahl- und Kunststoff-Auffangwannen

Flache Kunststoff-Auffangwannen sehr flexibel einsetzbar

Ein weiterer Vorteil vieler Kunststoff-Auffangwannen ist die vergleichsweise geringe Bauhöhe. Durch die spezielle Fertigungsprozesse von Kunststoff-Auffangwannen in einem Spritzgussverfahren, sind nicht nur sehr spezielle Formenund auch individuelle Maßanfertigungen möglich, auch sehr flache Kunststoff-Auffangwannen können mit so einem Produktionsverfahren gefertigt werden. Besonders flache Kunststoff-Auffangwannen sind gerade in der inner- und zwischenbetrieblichen Logistik effizient einsetzbar, so zum Beispiel als spezielle Paletten-Auffangwannen oder auch als Einstellwannen und Flachbodenwannen. Bei Paletten-Auffangwannen ist es wichtig, dass die Bauhöhe möglichst gering ist, denn so geht weniger Nutzhöhe durch die Verwendung flacher Kunststoff-Auffangwannen verloren. Ein simples Rechenexempell illustriert den Vorteil flacher Auffangwannen aus Kunststoff.

Paletten-Auffangwannen aus Kunststoff sind häufig besonder flach

Paletten-Auffangwanne aus Kunststoff

Flache Kunststoff-Auffangwanne mit geringer Bauhöhe- ideal für verschiedene Situationen

Flache Paletten-Auffangwannen aus Kunststoff haben eine Bauhöhe von 175mm und so ergibt sich als Kombination aus Palette (Euro-Paletten habe eine Höhe von 144mm) und Auffangwanne eine Gesamthöhe von unter 3200mm. Bei einer typischen Gesamt-Nutzhöhe von 240cm verbleiben so noch über 2m für die Gefahrstofflagerung auf den Kunststoff-Auffangwannen. Ebenso kommen die flachen Kunststoff-Auffangwannen zum Einsatz, wenn situationsbedingt keine Möglichkeit gibt, höhere Auffangwannen zu nutzen. Auch für Flächenschutz-Systeme, bei denen ein leichtes Befahren möglich sein soll, kommen die flachen Kunststoff-Auffangwannen zum Einsatz.

Flache Kunststoff-Auffangwannen haben nur eingschränktes Auffangvolumen

Natürlich geht die geringe Bauhöhe von flachen Kunststoff-Auffangwannen auch mit einem eingeschränkten Volumen der Auffangwannen einher, so dass man immer sicherstellen muss, dass die genutzten Modelle gesetzlich geforderten Mindestgrößen erfüllen. 

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop

Überblick – Welche Auffangwannen sind für welche Gefahrstoffe geeignet?

Neben der richtigen Größe ist das Material einer Auffangwanne der zentrale Faktor beim Kauf einer neuen Auffangwanne.
Insbesondere wenn es um die Lagerung wassergefährdende Gefahrstoffe – häufig Flüssigkeiten – geht, sind Auffangwannen in Deutschland vorgeschrieben. In verschiedenen Vorschriften und Gesetzen wird dabei streng nicht nur feste vorgegeben, wann Auffangwannen zum Einsatz kommen müssen, sondern auch wie groß die Auffangwannen sein müssen. Auch für die Hersteller von Auffangwannen gibt es Regelwerke, an die sie sich halten müssen, damit die Auffangwannen eine Zulassung in Deutschland von DIBt erhalten, wobei die wichtigste und bekannteste Vorgabe die StawaR (Stahlwannenrichtlinie) ist, in der genau Produktionsvorschriften und Prüfkriterien für Stahl-Auffangwannen gegeben werden.
Wenn man einen neue Auffangwanne beschafft, ist aber nicht nur die Größe der Auffangwann von Bedeutung, sondern mindestens genauso wichtig ist der Gefahrstoff, der zu lagern ist. Dabei können alle möglichen Gefahrstoffe von Auffangwannen sicher aufgenommen werden –  Altöl, Diesel, Säuren, Laugen, Lacke sind nur einige Beispiele dafür – zumindest dann, wenn man für die jeweiligen Gefahrstoffe die passende Auffangwanne bereithält.

Die gänigen Auffangwannen werden  aus Stahl, Kunststoff, Edelstahl oder GFK gefertigt. Je nach Material können die Auffangwannen für verschiedene Gefahrstoffe genutzt werden. Einen ersten Überblick, welche Gefahrstoffe zu welchen Auffangwannen am besten passen, zeigt die folgende Tabelle:

Welche Auffangwannen sind für welche Gefahrstoffe geeignet?

Stahl-Auffangwannen Edelstahl-Auffangwannen PE-Auffangwannen GFK-Auffangwannen
Brennbare Gefahrstoffe mit Flammpunkt höher als 55°C wie Altöl haken_klein haken_klein kreuz haken_klein
Brennbare Gefahrstoffe mit Flammpunkt höher als 55°C wie Diesel / Heizöl haken_klein haken_klein  kreuz kreuz
Entzündliche bis hochentzündliche Gefahrstoffe (bspw. Nitro, Benzin)  haken_klein haken_klein  kreuz kreuz
Säuren bis zu einer Konzentration von 20%, Batteriesäure 37%ig   kreuz(mit speziellem  Einsatz möglich) haken_klein haken_klein  haken_klein
Säuren bis zu einer Konzentration von 10%, Fixierbäder, Salzlösungen mit einem pH-Wert von 6-8  kreuz (mit speziellem  Einsatz möglich) haken_klein haken_klein  haken_klein
Karbonsäuren (In konzentrierter Form mit >10%; außer Ameisensäure)  kreuz kreuz  kreuz kreuz
Laugen mit pH-Wert größer 8 kreuz (mit speziellem  Einsatz möglich) haken_klein haken_klein haken_klein
Laugen mit pH-Wert von 7-8  haken_klein haken_klein  haken_klein haken_klein
Zu den Stahl-Auffangwannen Zu den Edelstahl-Auffangwannen Zu den PE-Auffangwannen Zu den GFK-Auffangwannen

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Mindestgröße von Auffangwannen – Deutschland & Österreich im Vergleich

Bei der Wahl der passenden Auffangwanne steht neben der Materialwahl – Stahl oder Kunststoff – die Größe als zentraler Faktor im Mittelpunkt. In der Regel ist durch umfangreiche Gesetze und Vorschriften klar vorgegeben, wie große eine Auffangwanne mindestens sein muss. In Deutschland sind diese Vorgaben in den VaWS fest geregelt. Aber wie sieht es in anderen Ländern aus und welche Unterschiede gibt es bei den Mindestgrößen von Auffangwannen? Wir vergleichen heute die Mindestvolumina von Auffangwannen in Deutschland und Österreich

In Österreich ist die Beschaffenheit des Lagerbehälters entscheidend

Kunststoff-Auffangwanne

Bei der Berechnung der Mindestgrößen von Auffangwannen gibt es in D und AT große Unterschiede

In Deutschland wird bei der Berechnung des Mindestvolumens der eigentliche Lagerbehälter, in dem der Gefahrstoff lagert, nicht betrachtet. Ob IBC, Stahlfass oder Kleingebinde – in Deutschland muss eine Auffangwanne 10% des Gesamtlagervolumens auffangen können, mindestens jedoch das Volumen des größten gelagerten Behälters. In Zwar gilt in Österreich auch die Vorgabe, dass mindestens das Volumen des größten Lagerbehälters aufgefangen werden muss, aber zudem wird in Österreich noch nach der Art der Lagerbehälter differnziert: Werden einwandige Lagerbehälter benutzt, müssen 75% des Gesamtvolumens von der Auffangwanne aufgenommen werden können. Werden ausschließlich bruchfeste Lagerbehälter aus Metall verwendet, reduziert sich die Mindestgröße der Auffangwanne in Österreich auf 50%. Noch weiter reduziert sich die Mindestgröße – nämlich auf 30% – wenn man nur bruchfeste, metallische Lagerbehälter verwendet, die händisch bewegt werden können. Bei allen Vorgaben gilt unabhängig davon, dass mind. das Volumen des größten Lagerbehälters aufgefangen werden muss.

Beispiele zur Berechnung der Größen von Auffangwannen in Deutschland und Österreich

Drei Beispiele verdeutlichen die Unterschiede in Deutschland und Österreich bei den Mindestvolumina von Auffangwannen:

Zu lagernde Behälter Mindestvolumen der Auffangwanne in Deutschland Mindestvolumen der Auffangwanne in Österreich
2 1000-Liter IBC 1000 Liter 1500 Liter
3 200-Liter Stahlfässer 200 Liter 300 Liter
20 20-Liter Kleingebinde in Metallverpackungen 40 Liter 120 Liter

 

Die Mindestgrößen sind in beiden Ländern – Deutschland und Österreich unabhängig vom gewählten Werkstoff der Auffangwanne  – gilt also für Stahl-Auffangwannen ebenso wie für Kunststoff-Auffangwannen. Ebenso gilt für beide Länder, dass in Wasserschutzgebieten eine Auffangwanne immer so groß gewählt werden muss, dass 100% aufgefangen werden können.

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop

Wie groß müssen Auffangwannen nach den VAwS in Deutschland sein?

Beim Kauf einer neuen Auffangwannen ist neben der Materialwahl – nicht alle Gefahrstoffe können und dürfen auf allen Gefahrstoffen gelagert werden – das Auffangvolumen ein entscheidendes Kriterium. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern gibt es klare Regeln und Vorschriften, die eine Mindestgröße von Auffangwannen bestimmt. Nur wenn die verwendeten Auffangwannen ausreichende Mengen der gelagerten Gefahrstoffe aufnehmen können, ist man als Unternehmer auf der sicheren Seite.

Das wichtigste Regelwerk im Zusammenhang mit dem Mindestvolumen ist in Deutschland die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen – kurz VAwS genannt. Letztendlich kann es auf Länderebene noch kleinere Abweichungen geben, die generellen Aussagen zu Mindestvolumina von Auffangwannen sind aber in allen Bundesländern identisch. In den VAwS werden dabei zwei Fälle generell getrennt: Auf der einen Seite gibt es Vorgaben für die Lagerung von Gefahrstoffen in normalen Gebieten und auf der anderen Seite wesentlich strengere Regeln, wenn die Gefahrstoffe in Wasserschutzgebieten gelagert werden sollen. Bei der Berechnung ist es nicht relevant, aus welchem Material die Auffangwanne besteht (also ob es sich um eine Stahl- oder Kunststoff-Auffangwanne handelt).

Für Nicht-Wasserschutzgebiete ist in den VAwS festgelegt, dass eine Auffangwanne mindestens so viel aufnehmen können muss, wie das Volumen des größten darauf gelagerten Behälters. Zudem muss die Auffangwanne mindestens 10% des darauf gelagerten Volumens aufnehmen können. Je nachdem, was das größere Volumen ergibt, bestimmt das Mindestvolumen der Auffangwanne.

An einfachen Beispielen kann man verdeutlichen, wie sich das Mindestvolumen einer Auffangwanne berechnet – vorrausgesetzt man befindet sich nicht in einem Wasserschutzgebiet:

  1.  Auf einer Kunststoff-Auffangwanne sollen 3 Standardfässer á 200 Liter und ein 1000l-IBC-Container gelagert werden. Das Gesamtlagervolumen beträgt also 1600 Litern. Jetzt greift die Regel des größten Behälters, so dass die Auffangwanne muss in diesem Fall mindestens ein Volumen von 1000 Litern haben, um bei einer Leckage des IBC die wassergefährdende Flüssigkeite aufnehmen zu können.
  2. Insgesamt sollen 15 60-Liter Fässer gelagert werden, also ein Gesamtvolumen 900 Litern wassergefährdender Flüssigkeiten. Im Unterschied zum ersten Beispiel greift die 10%-Regel, um die Mindest-Größe der Auffangwanne berechnen zu können.
Stahl-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 215 Litern - ideal für die Lagerung von 200-Liter-Standardfässern

Stahl-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 215 Litern – ideal für die Lagerung von 200-Liter-Standardfässern

Wie oben bereits erwähnt, kommen in ausgewiesenen Wasserschutzgebieten striktere Regeln zum Einsatz, denn hier muss die Größe der Auffangwanne immer so gewählt werden, dass alle wassergefährdenden Flüssigkeiten aufgefangen werden können. Für die beiden obigen Beispiele müssten die Auffangwannen eine Mindestgröße von 1600 Litern bzw. 900 Litern haben.

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der passenden Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff für Ihren Bedarf – sprechen Sie uns an.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Klassische Auffangwanne oder Bodenschutzwanne – die Unterschiede im Detail

Wenn es um die Lagerung oder Verwendung wassergefährdender Stoffe im Unternehmen, sind Auffangwannen ein wichtiger Bestandteil zu sicheren Lagerung. Im hoffentlich seltenen Fall einer Leckage des Lagerbehälters sollen die Auffangwannen eine Kontamination der Umwelt und der Mitarbeiter vermeiden und entsprechend den entstehenden Schaden minimieren. Daher gibt es zahlreiche Vorschriften für Auffangwannen, die nicht zur Verwendung, sondern auch zu den Größen entsprechende Aussagen machen.  Während die normalen Auffangwannen für die Lagerung und den Transport eingesetzt werden, gibt es auch sogenannte Flächenschutzsysteme – modular kombinierbare Auffangwannen um große Flächen zu schützen. Worin sich die normalen Auffangwannen und die Bodenschutzwannen unterscheiden, erläutert der heutige Beitrag.

Normale Auffangwannen bis zu einem Volumen 1000 Liter

Stahl-Auffangwanne

Weit verbreitete Stahl-Auffangwanne für 2 Fässer

Unter den klassischen Auffangwannen aus Stahl oder Kunststoff versteht man die Modelle mit einem Volumen von bis zu 1000 Litern. Diese sind zur Lagerung oder dem Transport von  Kleingebinde, Fässern und IBC geeignet. Neben den robusten und weit verbreiteten Stahl-Auffangwannen sind besonders die aufgrund des geringen Gewichts beliebten extrem säureresistenten Kunststoff-Auffangwannen in vielen Unternehmen im Einsatz. Diese Auffangwannen werden primär für die mobile Lagerung von Gefahrstoffen genutzt. Die auf den Auffangwannen gelagerten Kleingebinde, Fässer und IBC werden mit den Auffangwannen von Punkt A zu Punk B transportiert.

Bodenschutzwannen & Flächenschutzsysteme

Stahl-Bodenschutzwanne

Bodenschutzwannen modular zum befahrbaren Flächenschutz kombiniert

Sollen ganze Flächen für die Lagerung großer Mengen  Gefahrstoffe vorbereitet werden, kommen die Bodenschutzwannen zum Einsatz, die je nach Bedarf modular zu kompletten Flächenschutzsystemen kombiniert werden können. Mit den passenden  Wannenverbindern und Auffahrrampen sind die Bodenschutzwannen auch mit bspw. mit einem Hubwagen oder bei den Modellen aus Stahl sogar mit einem Gabelstapler oder anderen Fahrzeugen befahrbar. Daher kommen diese Flächenschutzsysteme besonders dann zu Einsatz, wenn große Menge Fässer / IBC-Container mit Gefahrstoffen eingelagert werden sollen. Im Unterschied zu den normalen Auffangwannen, werden bei den Flächenschutzsystemen die Fässer und IBC direkt – also ohne die Auffangwanne – transportiert. Ebenso kommen Stahl-Bodenschutzwannen bei Kraftstoff-Abfüllplätze zum Einsatz. Da die Stahl-Flächenschutzsystem auch mit schweren Fahrzeugen befahren werden können und diese Modelle für die Verwendung mit brennbaren Stoffen wie Diesel oder Benzin zugelassen sind, kann man hier perfekt die Fahrzeuge betanken.

Ob klassische Auffangwanne oder Bodenschutzwanne – beides ist in der modernen Umelt-Lagertechnik aus dem Betriebsalltag zur sicheren Lagerung und Verwendung von wassergefährdenden Stoffen nicht mehr wegzudenken. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der passsenden Auffangwanne oder Flächenschutzsysteme für Ihren Bedarf – sprechen Sie uns an.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Stapler Profishop

STAWAR – die maßgebliche Richtlinie für Auffangwannen

Nur Auffangwannen, die sich an die in der Stahlwannenrichtlinie (StawaR) enthaltenen Vorgaben halten, verfügen über die notwendigen Zulassungen für die Nutzung in Deutschland. Dieser Artikel gibt einen kompakten Überblick zu den Vorgaben, die in der Stahlwannen-Richtlinie für Auffangwannen aus Stahl enhalten sind und ebenso als Grundlage für die Zulassung weiterer Auffangwannen aus anderen Materialien, wie bswp. die immer beliebter werdenden Kunststoff-Auffangwannen, dient.

Stahl-Auffangwanne vom TYP AW

Die StawaR gilt nicht nur für Stahl-Auffangwannen, sondern auch für Modelle aus Kunststoff

In der Stahlwannen-Richtlinie (StawaR) werden die technischen Baubestimmungen für Auffangwannen aus Stahl geregelt. Die in der StawaR enthaltenen Vorgaben und Richtlinien gelten offiziell für Stahl-Auffangwannen, die für die Lagerung von wassergefährdenden Stoffen genutzt werden und ein Auffang-Volumen von bis zu 1000 Litern haben. Herausgegeben wird die StawaR vom Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt), das auch für Auffangwannen aus anderen Materialien die Prüfung vornimmt, ob diese den notwendigen Vorgaben entsprechend und das zugehörige Ü-Symbol vergibt.

Übereinstimmungssymbol für Auffangwannen

Übereinstimmungssymbol für Auffangwannen

Auch wenn die StawaR insbesondere für die die Hersteller von Stahl-Auffangwannen richtet – denn nur die Modelle lassen sich verkaufen, die der StawaR entsprechen, sollten auch Käufer und Nutzer von Stahl-Aufangwannen  darauf achten, dass die gewünschte Auffangwanne – egal aus welchem Werkstoff – vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen ist. Erkennbar ist die Zulassung am sogenannten Übereinstimmungszeichen des DIBt, das sowohl Stahl-Auffangwannen wie auch Kunststoff-Auffangwannen tragen. Dieses Ü-Symbol garantiert nicht nur, dass die Auffangwannen der StawaR entsprechen, sondern auch, dass sie eine entsprechende bauaufsichtliche Zulassung besitzen. Größere Stahl-Auffangwannen (mit einem Volumen von mehr als 1000 Litern) werden ebenfalls so gekennzeichnet, wenn diese der StawaR entsprechen. Bei den Stahl-Auffangwannen erfolgt die Zulassung durch das DIBt für eine ganze Typklasse erfolgt. Bei Kunststoff-Auffangwannen ist dahingegen eine Einzelprüfung durch das DIBt für jedes Einzelmodell notwendig.

Der vollständige Text der StawaR mit den jeweiligen Richtlinien kann man beim DIBt als PDF herunterladen: Stawar (PDF-Datei, 60KB).

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop

Größe von Auffangwannen – so berechnet man das Mindestvolumen

Bei unserer Beratung beim Kauf von Auffangwannen ist die richtige Größe der Auffangwannen ein besonders wichtiger Faktor. Denn nur wenn die Auffangwanne ein ausreichend großes Volumen besitzt, werden auch die entsprechenden Vorgaben erfüllt.

Dieser Vorgaben über die minimale Größe von Auffangwannen werden in der VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) beschrieben und können sich je nach Bundesland leicht unterscheiden, aber im Großen und Ganzen sind sie doch sehr ähnlich:

Für Nicht-Wasserschutzgebiet gilt, dass eine Auffangwanne mindestens so groß sein muss, wie das Volumen des größten Behälters, der auf der Auffangwanne eingelagert werden soll. Außerdem muss eine Auffangwanne mindestens 10% des Gesamtlagervolumens aufnehmen können. Gerade der erste Teil soll für den Fall die Sicherheit von Umwelt und Menschen gewährleisten, wenn ein Behälter eine Leckage bekommen sollte.

Zwei einfache Rechenbeispiele verdeutlichen, wie man die Mindestgröße einer Auffangwannge ermitteln kann:

  1. Fall: Insgesamt 15 200-Liter Fässer mit wassergefährdenden Stoffen sollten auf der Auffangwanne gelagert werden, also insgesamt ein Lagervolumen von 3000 L wassergefährdender Flüssigkeiten. Hier greift dann bei der Berechnung der Größe der Auffangwanne nicht die Regel bezüglich des größten Behälters, sondern die Größe der Auffangwannen muss mind. 300 Liter betragen, um mind. 10% des Gesamtlagervolumens auffangen zu können.
  2.  Fall: Auf einer Auffangwanne sollen 3 200-Liter Standardfässer und ein 1000l-IBC-Container gelagert werden, ingesamt also ein Lagervolumen von 1600 Litern gelagert werden. Jetzt muss die Größe der Auffangwanne mind. 1000 Liter betragen, damit die Auffangwanne ausreichend Aufnahmemöglichkeiten aufweist, um bei einer Leckage des größten Behälters – in diesem Fall des IBC-Containers – die wassergefährdende Flüssigkeite aufnehmen zu können.
Kunststoff-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 250 Litern - ideal für die Lagerung von Fässern

Kunststoff-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 250 Litern – ideal für die Lagerung von Fässern

Die oben genannten Regeln gelten für Gebiete, die nicht als Wasserschutzgebiete ausgewiesen sind. In Wasserschutzgebieten muss die Größe der Auffangwanne so gewählt werden, dass nicht nur ein Teil des Gesamtlagervolumens aufgefangen werden kann, sondern alle wassergefährdendenn Flüssigkeiten müssen aufgefangen werden. Für die beiden obigen Beispiele müssten die Auffangwannen eine Mindestgröße von 3000l (1. Fall) bzw. 1600l haben.

Die minimale Größe einer  Auffangwanne ist dabei unabhängig vom Material, aus dem die Auffangwanne besteht. Die Vorgaben in Bezug auf das Auffangvolumen gelten gleichermaßen für Stahl-Auffangwannen, Edelstahl-Modelle, Kunststoff-Auffangwannen oder Versionen aus GFK.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Auffangwannen aus Stahl oder Polyethlyen (PE)? Diese Faktoren sollte man beim Kauf beachten

Fast jedes Unternehmen benötigt Auffang-Wannen für die Lagerung von Gefahrstoffen. Beim Kauf stellt sich die Frage: Auffangwanne aus Kunststoff oder Stahl-Sicherheitswanne? Dieser Kaufberater hilft bei der Entscheidung.

Bei den Umwelt-Auffangwannen haben sich zwei Materialien im Laufe der Zeit immer mehr durchgesetzt: Stahl und Kunststoff, so dass bei der Anschaffung von Auffang-Wannen die Unternehmen immer vor die Frage gestellt werden, für welches Material sie sich entscheiden. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Entscheidung, denn Auffangwannen aus Stahl und aus PE unterscheiden sich signifikant. Dieser Artikel bietet daher einen Leitfaden bei der Auswahl der passenden Auffangwanne für den eigenen Betrieb.

Am wichtigsten für die Entscheidung ob Kunst-Stoff-Auffangwanne oder ein Modell aus Stahl ist der Gefahrstoff. Nicht alle Auffang-Wannen sind für alle Gefahrstoffe zugelassen oder ideal geeignet. Sollen bspw. leicht oder sogar hoch entzündliche Stoffe gelagert werden, sind Stahl-Umwelt-Auffangwannen die erste Wahl, denn Stahl ist selbst nicht brennbar (Baustoffklasse A1), Polyethlyen (PE) dahingegen schon. Im Gegensatz dazu eignen sich Kunststoff (PE)-Auffangwannen perfekt, um starke Säuren oder Laugen zu lagern, denn Polyethlyen (PE) ist – im Gegensatz zu Stahl – chemisch sehr resistent gegenüber Säuren und Laugen.

Auffangwanne aus Kunststoff – für Säuren und Laugen die erste Wahl

Auffangwanne aus Kunststoff – für Säuren und Laugen die erste Wahl

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die sogenannte Funktionalität von Auffangwannen – auch hier haben Modelle aus Stahl und aus Kunststoff (PE) wieder individuelle Vor- und Nachteile, die beim Kauf einer Sicherheitswanne berücksichtigt werden sollten. Kunststoff (PE)-Auffang-Wannen sind bspw. wenig anfällig für Korrosion und könnten daher auch direkt auf dem Boden gelagert werden, so dass sie bauartbedingt oftmals flacher sind, als die Sicherheitswannen aus Stahl. Gleichzeitig sind die PE-Auffang-Wannen wesentlich leichter als die Pendants aus Stahl und in der Regel auch stapelbar, so dass sie bei Nichtbenutzung nur wenig Platz verbrauchen. Auch wenn die Kunststoff-Sicherheitswannen auf Paletten transportiert werden sollen, gibt es entsprechend genormte Auffangwannen aus Polyethlyen (PE), die genau die Maße einer Euro-Palette haben. Demgegenüber gibt es zwei wichtige Argumente, die für Stahl-Auffang-Wannen sprechen: Auf der einen Seite sind Auffang-Wannen aus Stahl mechanisch sehr stabil. Auch wenn ein unvorsichtiger Mitarbeiter mit dem Gabelstapler vor eine Stahl-Auffangwanne fährt, bleibt die Umwelt-Auffangwanne intakt. Ganz anders bei den Polyethlyen (PE)-Auffangwannen, denn hier würde so ein Unfall dazu führen, dass die Sicherheitswanne unbrauchbar wird. Auch die Traglast ist bei Stahlwannen in der Regel höher als bei Auffangwannen aus PE.

Neben der Verwendung und den funktionalen Eigenschaften ist für jeden Unternehmer der Preis ein sehr wichtiges Entscheidungskriterium beim Kauf von Auffangwannen. Hier kann man allerdings keine generelle Aussage treffen, also das entweder Stahl- oder Kunst-Stoff-Sicherheitswannen teurer sind. Beide bewegen sich auf einem ähnlichen Preisniveau, so dass die vorherigen Kriterien zur Entscheidung herangezogen werden sollten.

Selbstverständlich müssen in Deutschland alle eingesetzten Auffangwannen – egal ob aus Stahl oder aus Kunst-Stoff über die notwendige Zulassung verfügen. Diese ist für sowohl für PE-Umwelt-Auffangwannen wie auch für Stahl-Auffangwannen erkennbar am sogenannten Übereinstimmungssymbol (Ü-Zeichen), vergeben vom DIBt.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop