Die effiziente Logistik eines Unternehmens ist in der heutigen, globalisierten Wirtschaft wichtiger denn je und mit der immer größer werdenden Arbeitsteilung innerhalb eines Unternehmens und zwischen Unternehmen liegen große Effizienzpotenziale sowohl in der zwischenbetrieblichen Logistik, aber auch die innerbetriebliche Logistik – die sogenannte Intralogistik – darf hier nicht aus dem Auge verloren werden. Der Gabelstapler stellt seit vielen Jahren ein absolut zentrales Element der Intralogistik dar und kein modernes Unternehmen verzichtet heute mehr auf den Einsatz so Gabelstaplern bei der aktuellen Lagerlogistik. Normalerweise stellen wir an dieser Stelle oftmals Anbaugeräte für Stapler vor, die das Feld der Einsatzmöglichkeiten von Gabelstaplern erweitern – heute wollen wir uns aber einem etwas anderen Bereich widmen – den sogenannten Stapler-Leitsystemen.
Allgemein bezeichnet man mit einem Leitsystem für Stapler eine Art auftragsabhängiges Navigationssystems für Gabelstapler durch eine Lagerhalle. Anhang der anstehenden Aufträge wird die optimale Route eines Staplers berechnet, um die Aufträge möglichst effizient abzuarbeiten. Was früher der erfahrene Lagermeister durch eine gute Lagerkenntnis noch manuell erledigt hat – also die einzelnen Aufträge den unterschiedlichen Staplern zuzuweisen – das erledigt heute eine leistungsfähige Software, die bei der Verteilung der Aufträge wesentlich mehr Faktoren berücksichtigen kann, als es früher der Vorarbeiter konnte: Auftragsprioritäten, Wegeoptimierungen, Parameter der einzelnen Gabelstapler usw. werden bei der Verteilung der Transportaufträge berücksichtigt und sorgen für eine effiziente Verteilung auf die verschiedenen Fahrzeuge der Staplerflotte. Selbst das, was früher unter „Erfahrung des Lagerleiters“ gefallen ist, wie z. B. die unterschiedlichen Fähigkeiten der verschiedenen Stapler-Fahrer, können Stapler-Leitsysteme berücksichtigen und in die Transportoptimierung mit einfließen lassen.

Die Stapler sind drahtlos mit der zentralen Steuereinheit des Leitsystems verbunden (Quelle: proLogistik)
Moderne Stapler-Dispositionssysteme sind dabei keine starren ausgerichteten Softwarelösungen, sondern beinhalten viele dynamische Komponenten und selbstlernende Einheiten, so dass eine ständige Optimierung stattfindet. Dabei werden auf der einen Seite Erfahrungswerte aus den erfüllten Aufgaben mit einbezogen, aber auch aktuelle Veränderungen wie z. B. Umstrukturierungen können Just-in-Time in die Berechnungen integriert werden. Selbst mehrstufige Transportketten und Übergabeplätze innerhalb der Transportketten – wie sie in größeren Unternehmen keine Seltenheit sind – werden bei der Transportoptimierung durch die Stapler-Leitsysteme berücksichtigt. Ein Beispiel für ein selbstlernendes Stapler-Leitsystem ist pL-Trans von proLogistik.
Die Integration eines modernen Stapler-Leitsystems ist dabei sehr umfassend: Nicht nur die im Einsatz befindlichen Flurfördergeräte werden im EDV-Leitsystem erfasst und verbunden (was mit der heutigen Drahtlostechnologie ohne viel Aufwand durch kleine Module erfolgen kann), die zentrale Steuerungssoftware kann auch in die restliche ERP- bzw. Logistiksoftware integriert werden, so dass sogar kostenstellenbezogene Abrechnung einzelner Transportaufträge erfolgen können – je nachdem wie granular die innerbetriebliche Kostenstellenrechnung ausgeprägt ist.
Als Fazit bleibt festzuhalten, dass eine moderne und effiziente Intralogistik in Unternehmen einen wesentlichen Vorteil im Wettbewerb ausmachen kann. Gerade in den immer weiter verbreiteten Hochregallagern müssen die Stapler und andere Flurfördergeräte die Transportaufträge optimiert abarbeiten können. Selbstlernende Stapler-Leitsysteme sorgen hier für eine kontinuierliche Optimierung der Intralogistik unter Einbezug zahlreicher statischer und dynamischer Faktoren.
Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop