E-Staplerbatterien richtig pflegen: Worauf kommt es dabei an?

Elektrische Gabelstapler sind in Bezug auf die Verladung bzw. den Transport von Waren zweifelsfrei das Arbeitsgerät der Zukunft. So bieten E-Stapler im Vergleich zu konventionellen Staplern mit Verbrennungsmotoren zahlreiche Vorteile. Damit ein elektrisch betriebener jedoch Gabelstapler langfristig einwandfrei funktioniert, ist die richtige Wartung und Pflege der Batterie von großer Bedeutung.

Welche Vor- und Nachteile bieten E-Stapler?

E-Stapler bieten gleich eine Reihe von Vorteilen gegenüber Modellen mit Verbrennungsmotor. Aus unternehmerischer Sicht sprechen dabei vor allem die geringeren Kosten für die emissionsfreien Rangierfahrzeuge. So sind E-Stapler in Bezug auf die Kosten pro Kilometer deutlich preiswerter als konventionelle Exemplare. Auch der geringe Geräuschpegel der Elektromotoren ist insbesondere in Lagerhallen und dem restlichen Firmengelände ein positives Merkmal von elektronischen Gabelstaplern. Ein Nachteil von E-Staplern ist allerdings die Tatsache, dass die Wartung und Aufladung der Akkumulatoren einen höheren Aufwand und deutlich mehr Zeit einfordern. Fehler bei der Pflege bzw. Aufladung wirken sich dabei schnell negativ auf die Leistung und Lebensdauer der Batterien aus. Beispielsweise ist es bei einem Verbrennungsmotor nicht wirklich tragisch, wenn der Tank bis auf die letzten Tropfen leergefahren wird. Bei einer Staplerbatterie führen Tiefenentladungen von Akkus hingegen sehr schnell zu Problemen mit der Leistung und Lebensdauer.

Die Batterie: Das Herz des E-Staplers

Während bei klassischen Gabelstaplern die mechanische Bewegung durch die Verbrennung von Treibstoff generiert wird, nutzen E-Stapler für diesen Zweck die gespeicherte Energie des Akkumulators. Im Vergleich zu einem Treibstofftank ist der technische Aufbau im Inneren eines Akkus sehr komplex, was die Batterien deutlich anfälliger macht. So hängt der Wirkungsgrad von E-Staplerbatterien direkt von dem Ladungszustand ab. Bei Akkuladeständen von unter 20 Prozent geht sehr viel Energie durch die Freisetzung von Wärme verloren, was wiederum die Belastung auf die Bauteile erhöht und somit die Lebensdauer reduziert. Weiterhin ist zu beachten, dass die Akku-Lebensdauer wie bei Elektroautos in der Regel in Zyklen bemessen wird. Egal ob kurze Zwischenladung oder vollständige Aufladung: Bei jedem Anschluss an ein Ladegerät verringert sich die Zahl der verbleibenden so Ladezyklen automatisch. Dieses Problem gibt es bei konventionellen Antrieben mit Benzin oder Diesel nicht. Aus diesem Grund sind kurze Zwischenladungen nicht zu empfehlen. Stattdessen sollten E-Stapler möglichst erst beim Erreichen eines Ladestandes von mindestens 20 Prozent vollständig aufgeladen werden.

Den Wasserstand regelmäßig überprüfen

Das destillierte Wasser im Inneren der E-Staplerbatterie ist äußerst wichtig für die einwandfreie Funktion des Akkus. Durch die Wärmeentwicklung innerhalb der Batterie kommt es jedoch mit der Zeit zu einem Verlust des Wassers bedingt durch Verdampfungsreaktionen. Da zu niedrige Wasserstände sich schädlich auf den Akku auswirken, ist der Füllstand mindestens alle sieben Tage zu überprüfen. Das Auffüllen erfolgt dabei idealerweise mit sauberem, destilliertem Wasser. Beim Befüllen ist darauf zu achten, dass die Markierung des maximalen Füllstandes nicht überschritten wird, denn zu viel Wasser kann bei Erwärmung überlaufen und dabei ernsthafte Schäden verursachen.

Große Hitzeentwicklung vermeiden

E-Stapler reagieren äußerst empfindlich auf Wärme, sodass eine Überhitzung unbedingt zu vermeiden ist. Insbesondere in Arbeitsumgebungen mit hohen Temperaturen kann, die durch den E-Motor produzierte Wärme schlecht nach außen abgeführt werden, was die Gefahr für eine Überhitzung erhöht. Durch große Wärmeeinwirkungen wird der normale Alterungsprozess von Akkumulatoren deutlich beschleunigt, wodurch die Lebensdauer drastisch abnimmt. Ob Getriebe für z.B. Stapler-Hebebühnen oder Holzpaletten: Entwickelt der Motor beim Verladen sehr viel Wärme, so sollte dem Gerät regelmäßig eine Abkühlungspause eingeräumt werden. Weiterhin ist zu beachten, dass destilliertes Wasser immer erst nach der Beendigung eines Ladezyklus nachgefüllte werden sollte.

Das Fazit:

Wie sich zeigt, sind die richtige Handhabung der Ladezyklen sowie eine regelmäßige Wartung essentiell wichtig in Bezug auf die Lebensdauer einer E-Staplerbatterie. Aus diesem Grund sollten Unternehmen ihr Personal in jedem Fall über die korrekte Handhabung von akkubetriebenen Gabelstaplern aufklären oder im Zweifel doch eher zu einem konventionellen Stapler greifen.

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