Vorschriften & Regeln für Arbeitskörbe – die UVV im Überblick

Arbeitskörbe und Arbeitsbühnen für Stapler sind die wichtigsten Anbaugeräte und aus dem Betriebsalltag nicht mehr wegzudenken. Um eine sichere Nutzung der Arbeitskörbe zu gewährleisten, gibt es in Deutschland zahlreiche Regeln beim Umgang und zur Nutzung der Arbeitskörbe, wobei insbesondere die UVV (Unfallverhütungsvorschriften) für Arbeitskörbe einen sicheren Betrieb gewährleisten sollen. Einen Überblick dieser Vorschriften und Regeln für Stapler-Arbeitskörbe in Deutschland bietet der heutige Beitrag.

UVV für Stapler-Arbeitskörbe & Arbeitsbühnen

Besonders wichtig bei der Nutzung von Stapler-Arbeitskörben in Deutschland sind die UVV die Unfallverhütungsvorschriften, wobei die genaue Bezeichnung „BG Vorschrift D27“ lautet. Hier enthalten sind nicht nur allgemeine Vorschriften bei der Arbeit mit Flurfördergeräten wie Gabelstaplern, sondern auch detaillierte Angaben zum Einsatz von Staplern-Arbeitskörben. Diese unterscheiden sich in die Vorschriften für den Unternehmer Vorschriften für den Fahrer des Staplers und Vorschriften für den Arbeiter im Arbeitskorb.

Vorschriften aus den UVV für den Unternehmer

An erster Stelle hat der Unternehmer die Pflicht, für entsprechende Rahmenbedingungen für eine sicherer Arbeit zu sorgen, indem bspw. ausreichend große Gabelstapler und nur zugelassene Arbeitskörbe genutzt werden. Beim Einsatz in Regallagern und in besonders schmalen Gängen müssen die Arbeitskörbe darüber hinaus auch einen  ausreichenden Schutz vor Quetsch- oder Schergefahren bieten. Gleichzeitig obliegt es dem Unternehmer auch, dass sich bspw. Fahrer des Staplers und Arbeiter in dem Arbeitskorb ohne Probleme verständigen können. Im Zweifelsfall müssen hierfür technische Hilfen zur Verfügung gestellt werden.

Vorschriften aus den UVV für den Fahrer des Staplers

Auch der Fahrer des Staplers hat sich an zahlreiche Vorgaben aus den UVV zu halten: Bspw. darf die Arbeitsbühne mit dem Stapler nur dann hoch- oder heruntergefahren werden, wenn die sog. Umwehrung (in der Regel ein Art Tür als Zugangsmöglichkeit) geschlossen ist. Der Staplerfahrer darf während des gesamten Einsatzes den Fahrersitz des Staplers nicht verlassen, solange der Stapler-Arbeitskorb in der Höhe ist. Das Fahren mit besetzter Arbeitsbühne ist ebenfalls untersagt, wobei es hier Ausnahmen gibt. Die Feinpositionierung, wenn der Arbeitskorb über Haltemöglichkeiten (Griffe) verfügt und nur bodenfrei angehoben ist, oder bei Kommissionier- und Regalstaplern, die innerhalb der Regalgängen auch mit angehobener Last nach Bestimmung bewegt werden dürfen. Für diese drei Situationen darf der Stapler auch mit besetztem Arbeitskorb bewegt werden.

Vorschriften aus den UVV für den Arbeiter im Arbeitskorb

Gemäß den Unfallverhütungsvorschriften UVV für Arbeitskörbe hat auch der Mitarbeiter auf der Arbeitsbühne Vorschriften bei seiner Arbeit zu beachten. Bei Hub-, Senk- oder Fahrmanövern darf er sich nicht aus aus dem Arbeitskorb hinauslehnen oder -greifen, um Unfälle und Verletzungen zu vermeiden.
Sowohl Fahrer des Staplers wie auch Mitarbeiter auf der Arbeitsbühne sind laut UVV verpflichtet, evtl. zur Nutzung bereitgestellte, technische Kommunikationshilfen zu nutzen.

Werden die UVV für Arbeitskörbe beachtet und eine generelle Sorgfalt berücksichtigt, ist der Betrieb und die Nutzung von Stapler-Arbeitskörben eine große Erleichterung im Betriebsalltag.

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

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