Was bedeutet eigentlich das WHG für die Umwelt-Lagertechnik?

Die Abkürzung WHG ist im Kontext mit Auffangwannen und der Gefahrstofflagerung immer wieder zu hören. Die Abkürzung WHG steht dabei für Wasserhaushaltsgesetz, aber was ist eigentlich der Inhalt vom WHG und wann kommt es zur Anwendung? Welchen Einfluss hat das WHG auf den Kauf von Auffangwannen und worauf muss macnh achten? Die Antworten auf all diese Fragen rund um das WHG gibt dieser Beitrag.

Ganz grundsätzlich ist das WHG (Wasserhaushaltsgesetz) ist die rechtliche Basis, wenn es um die von Umwelt-Lagertechnik und Auffangwannen, denn im WHG ist festgelegt, dass bei der Lagerung von wassergefährdenden Stoffen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen. Das Ziel des WHG ist der Schutz der Gewässer und bezieht sich auf oberirdische Gewässer, Grundwasser und Küstengewässer. Im Zusammenhang mit wassergefährdenden Stoffen und Auffangwannen ist besonders der Abschnitt 3 (Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) des WHG von Bedeutung. Neben den allgemeinen Sorgfaltspflichten beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen werden konkrete Handlungsvorgaben für den Betreiber / Nutzer von Auffangwannen im WHG beschrieben.

Neben der StawaR (Stahlwannenrichtlinie) und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist das Wasserhaushaltsgesetz damit eine der wichtigsten Vorschriften – vielleicht sogar die wichtigste Vorschrift, die im Zusammenhang mit Auffangwannen Anwendung findet und in der Praxis weitreichende Auswirkungen für Auffangwannen hat. Das WHG regelt nicht nur den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen , auch werden die Gefahrstoffe in Wassergefährdungsklassen (WGK 1 bis WGK 3) eingeteilt. Der Begriff “Umgang” umfasst in diesem Zusammenhang dabei nicht nur die Verwendung Gefahrstoffe Stoffe der Klassen WGK 1-3, sondern auch das Lagern, Umfüllen, Abfüllen oder Herstellen der Gefahrstoffe wird unter dem Begriff „Umgang“ zusammengefasst.

Stahl-Auffangwanne nach WHG

Die Stahl-Auffangwanne vom TYP WM erfüllt die Vorgaben vom WHG

Neben den Handlungsvorgaben und allgemeinen Vorschriften werden im WHG auch Auffangwannen selbst thematisiert. In § 63 WHG wird bspw. festgelegt, dass Auffangwannen so beschaffen sein müssen, dass eine “nachteilige Veränderung von Gewässern” nicht stattfindet. Was im Amtsdeutsch etwas verklausuliert klingt, bedeutet nichts anderes, als dass Gewässer keinen Schaden durch den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nehmen dürfen und daher Auffangwannen nach dem WHG genutzt werden müssen. Auch regelt das WHG, welche Auffangwannen zum Einsatz kommen dürfen. Für Deutschland bedeutet dies, dass Auffangwannen mit einer Zulassung vom DIBT (bspw. mit Übereinstimmung nach StawaR) nach dem WHG verwendet werden dürfen bzw. müssen. Häufig spricht man bei diesen Modellen von  Auffangwannen nach WHG. Bei Auffangwannen ohne Zulassung ist der § 63 vom WHG dahingegen nicht erfüllt, so dass von einer Nutzung derartiger Auffangwannen abzusehen ist.

Alle unsere Auffangwannen erfüllen die Vorgaben des WHG und besitzten eine entsprechende Zulassung vom DIBT. Gerne beraten wir Sie auch bei der Wahl der passenden Auffangwanne für Ihren Einsatzzweck.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop