Welche Gefahrstoffe können in welchen Auffangwannen gelagert werden?

Beim Kauf einer Auffangwanne sind zwei Faktoren maßgeblich bei der Entscheidung,  welche Auffangwanne in die engere Wahl genommen werden kann: Das notwendige Mindestvolumen, das die Auffangwanne besitzen muss. Während die Größe von Auffangwannen durch vielfältige Vorschriften bestimmt werden, spielen bei der Materialwahl andere Faktoren eine Rolle. Grundstätzlich gibt es bei den Auffangwannen normalerweise vier Materialien, die sich in der Industrie etabliert haben – Stahl, Edelstahl, Kunststoff (Polyethylen) und GFK (Glasfasverstärkter Kunststoff). Allerdings eignen sich nicht alle Werkstoffe für die Lagerung von allen Gefahrstoffen, so dass die zu lagernden Gefahrstoffe maßgeblich die Auswahl der Auffangwanne beeinflussen. Ein detaillierter Vergleich der Auffangwannen zeigt, welche Werkstoffe für die Lagerung welcher Gefahrstoffe geeignet sind.

Stahl-Auffangwannen Edelstahl-Auffangwannen PE-Auffangwannen GFK-Auffangwannen
Altöl (brennbar, Flammpunkt >55°C)  haken_klein haken_klein  kreuz  haken_klein
Diesel / Heizöl (brennbar, Flammpunkt >55°C)  haken_klein haken_klein  kreuz  haken_klein
Diesel / Heizöl (brennbar, Flammpunkt >55°C)  haken_klein haken_klein  kreuz  kreuz
Nitro, Benzin (hochentzündlich bis entzündlich)  haken_klein haken_klein  kreuz  kreuz
Säuren bis Konz. 20%, Batteriesäure 37%ig  kreuz (nur mit spez. Einsatz) haken_klein  haken_klein  haken_klein
Säuren bis Konz. 10%, Fixierbäder, Salzlösungen PH 6-8  kreuz (nur mit spez. Einsatz) haken_klein  haken_klein  haken_klein
Karbonsäuren (Konz. >10%; außer Ameisensäure)  kreuz kreuz  kreuz kreuz
Laugen PH >8 kreuz (nur mit spez. Einsatz) haken_klein haken_klein  kreuz
Laugen PH 7-8  haken_klein haken_klein  haken_klein  haken_klein

Unabhängig vom gewählten Material und dem Volumen der Auffangwanne müssenalle  in Deutschland alle eingesetzten Auffangwannen über die notwendige Zulassung verfügen. Diese ist für sowohl für Kunststoff-Auffangwannen wie auch für Stahl-Auffangwannen erkennbar am sogenannten Übereinstimmungssymbol (Ü-Zeichen), vergeben vom DIBt. Für Stahl-Auffangwannen wird diese Zulassung in der Stahlwannen-Richtlinie StawaR geregelt, für Kunststoff-Auffangwannen wird diese Zulassung direkt vom DIBt vergeben.

All unsere Auffangwannen verfügen über die notwendigen Zulassungen. Gerne beraten wir Sie auch bei der Auswahl der passenden Auffangwanne für Ihren Bedarf – sprechen Sie uns einfach an.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishops

Eigenbetankung im Unternehmen – sind stationäre oder mobile Tankanlagen besser? Ein Kaufberater

Wenn es um einen effizienten Betriebsablauf geht, ist Eigenbetankung immer ein großes Thema. Häufig steht man dabei vor der Frage, ob man eine stationäre oder eine fahrbare Tanklage kaufen soll. Hier werden die Vor- und Nachteile der beiden Diesel-Tankanlagen-Typen erläutert.

Effizienz und Zeitersparnis sind heute mehr denn je zwei Faktoren, die im Wettbewerb entscheiden können. Die Einsatzzeiten von Maschinen müssen maximiert werden, denn nur Maschinen und Fahrzeuge die auch laufen, können für ein Unternehmen Geld verdienen. Ein häufig sehr zeitraubender Vorgang ist die Versorgung der Maschinen und Fahrzeuge mit Kraftstoff. Wohl jeder wird die Situation kennen, wenn man mühsam mit dem Betriebs-Stapler oder Radlader vom Betriebshof zur nächsten Tankstelle fahren muss, um Diesel-Kraftstoff zu tanken. Aufgrund der benötigten Mengen an Diesel-Kraftstoff fällt eine Kanisterbetankung in der Regel aus. Genauso zeitraubend und aufwendig kann es sein, wenn Maschinen irgendwo im Einsatz sind und dort mit neuen Kraftstoff versorgt werden müssen. Um hier die Effizienz und Einsatzzeiten der Maschinen zu erhöhen, gibt es Diesel-Tankanlagen. Sowohl mobile wie auch stationäre Tankanlagen können nicht nur die Effizienz erhöhen, sondern sind in der Regel auch wesentlich umweltfreundlicher als die sonst genutzte Betankung per Ersatzkanister. Die typischen Einsatzmöglichkeiten von fest installierten und mobilen Tankanlagen sind dabei stark unterschiedlich und im Folgenden werden die Unterschiede erläutert.

Wenn es um die Betankung am Betriebshof geht, kommen in der Regel fest installierte Tanklagen zum Einsatz. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht nur wesentlich leistungsfähiger sind, sondern auch große Mengen von Diesel können dort gelagert werden. Es gibt fest installierte Tanklagen mit einem Volumen von 10000 Litern und mehr. Gleichzeitig gibt es für die stationären Kraftstoff-Tankanlagen leistungsfähige Kraftstoff-Pumpen, so dass auch große Maschinen und Fahrzeuge in kurzer Zeit betankt werden können. Für den Betrieb einer stationären Kraftstoff-Tankanlage sind allerdings einige Vorschriften zu beachten. So muss normalerweise der Aufstellort der fest installierten Diesel-Tankanlage mit einer Auffangwanne / einem Abfüllplatz geschützt werden, so dass evtl. austretender Diesel-Kraftstoff nicht die Umwelt oder die Mitarbeiter gefährden kann. Große Mengen Kraftstoff auch in kurzer Zeit bereitstellen können – das ist der Fokus einer fest installierten Kraftstoff-Tankanlage.

Mobiler Diesel-Trolley

Mobiler Diesel-Trolley mit 100 Liter Volumen

Dahingegen müssen mobile Tankanlagen einen Kompromiss schaffen -auf der einen Seite sollen sie natürlich auch für eine effiziente Betankung von Maschinen und Fahrzeugen im Einsatz sorgen und damit die zeitaufwändige Kanisterbetankung ersetzen und auf der anderen Seite müssen mobile Diesel-Tankanlagen natürlich die Mobilität behalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden gibt es eine sehr große Auswahl an mobilen Kraftstoff-Tankanlagen: Angefangen bei einem Volumen von 60 Litern bis zu einem Volumen von 3000 Litern bieten fahrbare Diesel-Tankanlagen für jeden Bedarf das passende Modell. So kann vom kleinen Strom-Generator am Bau bis hin zu großen Baumaschinen jede Maschine mit Kraftstoff am Einsatzort versorgt werden, ohne viel Zeit für eine aufwändige Betankung per Ersatzkanister zu verlieren.

Alternativen für eine Kanisterbetankung gibt es viele – fest installierte und fahrbare Diesel-Tankanlagen bieten gerade für Unternehmen mit einem größeren Maschinen- und Fuhrpark eine ideale Möglichkeit, diese sowohl am Unternehmensstandort wie auch im Einsatz mit Diesel zu versorgen.

Aufsatzrahmen für Paletten – so macht man aus einer Palette eine Gitterbox

Gitterboxen oder Holzboxen sind im Unternehmen unabkömmlich und für eine effiziente Logistik gern gewählt. Mit den passenden Aufsatzrahmen wird jede Palette umgehend zur Transportbox.

Transportboxen sind so etwas wie die Allzweckwaffe der innerbetrieblichen Logistik. Gerade wenn es um die Sammlung und den Transport von Wertstoffen oder anderen Teilen innerhalb des Unternehmens geht, haben sich Gitter- oder Holzboxen seit vielen Jahren bewährt. Die Transportboxen kann man praktisch mit dem Stapler aufnehmen und so auch schwere Lasten problemlos bewegen. Auch in der zwischenbetrieblichen Logistik haben Holzboxen ihren festen Platz seit Jahren etabliert.

Das einzige Problem mit normalen Transport-Gitterboxen ist der große Platzbedarf, um leere Transport-Gitterboxen zu lagern. Gleichzeitig sind starre Transportboxen relativ teuer, so dass hier mitunter viel Kapital gebunden wird. Die Lösung für beide Probleme bieten Paletten-Aufsatzrahmen: Mit den passenden Paletten-Aufsatzrahmen  werden normale Standard-Europaletten flexibel und je nach Bedarf zu einer Transport-Gitterbox – je nach Paletten-Aufsatzrahmen kann man aus den Paletten eine Gitterbox oder auch eine Holzbox machen.

Die Gitter-Aufsatzrahmen für Paletten sind aus robustem Stahl gefertigt und passen je nach Ausführung auf alle gängigen Euro- und Industriepaletten-Formaten. In unterschiedlichen Höhen erhältlich bekommt man mit den Gitter-Paletten-Aufsatzrahmen als Ergebnis Transportboxen mit einer Nutzhöhe von 800 – 1200mm. Bei Nichtgebrauch lassen sich die Gitter-Aufsatzrahmen für Paletten platzsparend zusammenfalten und effizient verstauen. Selbstverständlich sind auch mehrere Gitter-Transportboxen übereinander stapelbar.

Holzaufsatzrahmen für Euro-Paletten

Günstiger Holzaufsatzrahmen für Euro-Paletten

Wird eine Holzbox für den Transport benötigt, sind die Holz-Aufsatzrahmen für Paletten die perfekte Lösung, um aus Paletten eine Holz-Transportbox zu machen. Die einzelnen Holz-Paletten-Aufsatzrahmen haben eine Höhe von 200mm und sind beliebig kombinierbar. In Verbindung mit den passenden Stapelecken sind auch hier die Holzboxen übereinander stapelbar – mit den robusten Holz-Paletten-Aufsatzrahmen kein Problem.

Der Clou sind aber die Holzboxen die mit der Quick-Box aus normalen Standard-Paletten entststehen. Die Quick-Box-Aufsatzrahmen für Paletten machen aus jeder Palette eine robuste Gitterbox, aber gleichzeitig ist in den Quick-Box-Aufsatzrahmen eine Ladungssicherung integriert, so dass hier auch der Transport der Quick-Box-Gitterboxen über weite Strecken kein Problem. In Verbindung mit der Ladungssicherung LasiFix können so die Quick-Box-Aufsatzrahmen auch zum Transport ideal im modernen Güterverkehr eingesetzt werden.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profihop

Gasflachen-Container & Gefahrstoff-Depot im Detail

Die richtige Lagerung von Gefahrstoffen und Gasflaschen ist gesetzlich vorgeschrieben und genausogut für die Sicherheit der Mitarbeiter unabdingbar. Entsprechende Lagertechnik-Produkte erlaubt die eine ordnungsgemäße Lagerung von Gefahrstoffe und besonders Gefahrstofflager und Gasflaschenlager sind in diesem Bereich besonders beliebt. Hier wird erläutert,  worin sich diese beiden Lagertechnik-Einrichtungen unterscheiden und wofür die Gefahrstoff- und Gasflaschenlager eingesetzt werden.

Ein Gasflaschen-Lager ist – wie der Name vermuten lässt – eine Einrichtung für die Lagerung von Gasflaschen. Ein Gasflaschen-Container ist häufig mit einem Gitterrostboden ausgestattet , um einen sicheren Stand der Gasflaschen zur ermöglichen und einen direkten Bodenkontakt der Gasflaschen und bspw. Korrosion zu vermeiden. Ein Gasflaschencontainer ist darüber hinaus für die Außenlagerung von Gasflaschen gedacht, wohingegen ein Brandschutzcontainer oder ein Gefahrstoff-Lager auch für die Innenraumlagerung von Gefahrstoffen ausgelegt sind.

Gefahrstoff-Lager für IBC-Container

Gefahrstoff-Lager für IBC-Container

Im Unterschied zu Gasflaschen-Containern sind Gefahrstoff-Depots normalerweise geschlossene Konstruktionen und häufig zudem abschließbar. Im Vergleich zu Gasfalschen-Depots sind diese etwas aufwändiger konstruiert und besitzen Gasdruckfedern im Dach, so dass ein natürlicher Luftwechsel für einen Austausch der inneren Luft. So sich keine Ausgasungen der gelagerten Gefahrsstoffe ansammeln. Auch gehört eine Auffangwanne zur normalen Ausstattung eines Gefahrstoffdepots, um austretende Gefahrstoffe – inbesondere wassergefährdende Gefahrstoffe – auffangen zu können. Je nach Modell sind Gefahrstoff-Lager für die Lagerung von Fässern, IBC-Containern oder anderen Gebinden konstruiert. Ein besonderes Merkmal bei vielen Gefahrstoff-Depots ist die abklappbare Vordertür, auch als Laderampe benutzt werden kann.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishops

Lagerbühnen sorgen für eine flexible Erweiterung des Lagerplatzes

Heute stellen wir einen sehr wichtigen Bereich aus der Intralogistik eines Unternehmens vor, der sich mit dem Thema vorhandener Lagerplatz und vor allen Dingen dessen Erweiterung beschäftigt. Flexible Lagerkapazitäten spielen für Unternehmen aus Produktion und Logistik eine wichtige Rolle um immer adäquat auf aktuelle Marktentwicklungen und bspw. Nachfragespitzen reagieren zu können. Gleichzeitig ermöglichen flexibel zu schaffende Lagerkapazitäten in Zeiten schwacher Nachfrage eine Vergrößerung des Produktlagers, ohne in einen Abverkaufsdruck und damit einen Sog niedrigerer Preise zu geraten. Allerdings stellt die flexible Schaffung von Lagerplätzen und Lagerbereichen Unternehmen auch vor große Herausforderungen, denn klassische Lagerräume oder -hallen sind feste Immobilien, die nicht bedarfsorientiert auf- oder abgebaut werden können und gleichzeitig wird mit der Errichtung von solchen Lagerräumen große Investitionen verbunden.

Ein alternativer Ansatz zur Flexibilisierung der Lagerkapazitäten sieht die effizientere Nutzung vorhandener Lagermöglichkeiten vor. Durch eine Vergrößerung der vorhandenen Lager- und Produktionsflächen kann man ohne große Investitionen auf Marktänderungen reagieren und diese ebenfalls wieder – wenn kein Bedarf mehr vorhanden ist – zurückbauen. Dann kommen sogenannten Lagerbühnen zum Einsatz: Diese Bühnensysteme sind extrem flexibel nutz- und kombinierbar, so dass man fast jeden Gestaltungswunsch realisieren kann. Mit einer Lagerbühne wird sozusagen eine zweite Ebene in einen vorhandenen Lagerraum integriert.

Die in der Regel aus Stahl gefertigten Lagerbühnen besitzen eine Tragfähigkeit von bis zu 1000kg / m² und sind daher auch für die Lagerung schwerer Güter und Paletten problemlos geeignet und sind natürlich durch Mitarbeiter begehbar und selbst Ameisen oder andere Rollhubwagen können auf den Lagerbühnen für die Feinlogistik genutzt werden. Die Paletten bzw. einzulagernden Güter werden vom Stapler über eine Palettenübergabestation auf die Lagerbühne gehoben. Dort nimmt ein Mitarbeiter die Paletten in Empfang und fährt sie per Hubwagen zum endgültigen Stellplatz.

Für die Sicherheit der Mitarbeiter sind alle notwendigen Schutzmaßnahmen und Zulassungen für professionelle Lagerbühnen vorhanden – angefangen von verschiedenen Treppenkonfigurationen über einen Anti-Slip-Belag für ein sicheres Gehen auf den Lagerbühnen bis hin zu Kettensicherungen Geländern.

Mit der intelligenten Nutzung solcher Bühnensysteme kann man den zur Verfügung stehenden Lagerplatz nahezu verdoppeln und die vorhanden Möglichkeiten wesentlich effizienter nutzen. Aber auch nach der Nutzung der Lagerbühnen können diese zurückgebaut werden – bspw. wenn die Halle einer anderen Verwendung zukommen soll. So gut wie rückstandsfrei kann ein Rückbau stattfinden und die zweite Lagerebene entfernt werden, so dass die Halle fast wieder in den Urzustand zurückgesetzt werden kann.

Um eine passende Lagerbühne für die eigenen Bedürfnisse zu finden, ist es empfehlenswert, sich an einen Fachbetrieb wie XL-Regale zu wenden, denn dieser übernimmt nicht nur die Beratung, Planung und Installation der Lagerbühne, sondern findet auch aus der großen Auswahl der Möglichkeiten und Optionen die Lösung, die am besten die jeweiligen Anforderungen erfüllt. Ein derartiger Partner kann auch von der Norm abweichende Lagerbühnen herstellen und installieren und so eine größtmögliche Raumnutzung garantieren.

Preislich sind Lagerbühnen natürlich wesentlich günstiger als die Schaffung neuer Lagerräume, bspw. in Form von weiteren Hallen etc. Auch im Vergleich zu angemieteten Lagerflächen haben die Bühnensysteme den unschätzbaren Vorteil, dass damit zusätzliche Lagerraum direkt am Unternehmensstandort geschaffen wird – sowohl logistisch wie auch finanziell ein Pluspunkt für Lagerbühnen.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Neue ADR 2015: Bergungs-Großbehälter erfüllen alle Vorgaben

Wenn es um die Beförderung von Gefahrgütern geht, sind die ADR die wichtigsten Vorgaben und Regelungen. Die ADR (auf Deutsch Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße)  sind schon Anfang 2015 überarbeitet wurden. Obwohl diese Änderungen der ADR schon vor über einem Jahr stattgefunden haben, gibt es immer noch zahlreiche Neuerungen, die Schritt für Schritt Praxisrelevanz haben.

Bei Transporten von undichten oder sonstwie defekten Versandstücken / Primärbehältern sind die Anforderungen in den  ADR aus 2015 stark gestiegen. Schon seit dem 01.07.2015 sind laut Vorgaben in den ADR 2015 schadhafte Primär-Gebinde mit Gefahrstoffen, die über 60 Liter Fassungsvolumen (also bspw. 200-Liter-Standardfässer oder auch 1000-Liter IBC) haben, in Bergegroßbehältern zu transportieren.

Unterschiedliche Bergungsgroßbehälter bieten zahlreiche Optionen, diese neuen Regelungen zu erfüllen. Sie sind für Volumina von 800 bis 2800 Liter ausgelegt und damit als Bergebehälter für ein bis vier 200-Liter-Standardfässer  (bzw. einen 1000-Liter IBC) einsetzbar. Auch IBC mit Bodenauslauf – sonst immer sehr problematische Primärgebinde – können in den Bergegroßbehältern transportiert werden.

Neue Bergungsgroßbehälter erfüllen die ADR 2015

Neue Bergungsgroßbehälter erfüllen die ADR 2015

Für größtmögliche Sicherheit sorgen nicht nur spezielle Dichtungen und Stabilisierungsbleche, sondern die Bergegroßbehältern werden auch über insgesamt 12 Deckelverschlüsse absolut dicht verschlossen. Alle Bergegroßbehälter verfügen über ein Zulassung für feste, pastöse und flüssige Gefahrstoffe und sind aus feuerverzinktem Stahl gefertigt.
Um einen effizienten und einfachen Transport Bergungsverpackungen zu gewährleisten, sind alle Modelle mit Einfahrtaschen für Gabelstapler und Kranösen ausgestattet, wobei auch die Deckel noch über zusätzliche Einfahrtaschen verfügen, so dass die massiven Deckel der Gefahrstoff-Bergebehälter ebenfalls per Stapler zu öffnen sind.

Mit diesen Bergebehältern werden also nicht nur die Anforderungen der ADR 2015 voll erfüllt, auch ein effiziente Logistik ist weiterhin möglich. Selbst grenzübergreifender Transport ist mit dem Bergegroßbehälter vom TYP SAG möglich, denn diese Zulassung bringen sie ebenfalls mit.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop

Gefahrgut-Lager, Sonderabfallbehälter (SAB) & Bergungsverpackungen – die Unterschiede im Detail

Sollen Stoffe mit Gefahrenklasse gelagert oder transportiert werden, begegnet man immer den Begriffen Gefahrstoff-Boxen, Gefahrstoff-Behälter und Bergungscontainer. Die Unterschiede sind hier nicht immer ersichtlich – dieser Artikel erläutert die Unterschiede der Gefahrgut-Depots, Behälter für Sonderabfall und Bergungsbehälter  im Detail.

Gefahr-Stoffe müssen bei der Lagerung und dem Transport mit besonderer Vorsicht behandelt werden. Nicht umsonst gibt es hier passende Lagertechnik für Stoffe mit Gefahrenklasse und auch ein Gefahrstofftransport darf in der Regel nur bestimmten Behältern, die speziell für den Gefahrstofftransport konstruiert worden sind, durchgeführt werden. Am häufigsten begegnet man hier dem Begriff “Gefahrstoff-Lager”. Dieser Begriff ist allerdings nicht klar umrissen und bezeichnet somit je nach Kontext ein Behältnis für die Lagerung der Gefahrstoffe oder auch für den Gefahrstoff-Transport. Je nach Art und Gefährlichkeit der Stoffe mit Gefahrenklasse gibt es passende Gefahrstoff-Depots. Auch die Aufnahmekapazität der Gefahrstoff-Container ist je nach Bedarf skalierbar – angefangen bei wenigen Litern Volumen bis hin zu Gefahrgut-Lager, die ein Aufnahme von mehreren tausend Litern Gefahrstoffe ermögliche.

Einen ganz speziellen Typ von Gefahrstoff-Depots stellen dabei die Sonderabfallbehälter (SAB) dar. Sonderabfälle sind häufig ein Nebenprodukt in vielen Produktions- und Verarbeitungsprozessen und diese Sonderabfälle können – wie der Name es schon vermuten lässt – nicht über den normalen Entsorgungs- oder Recyclingweg abgeführt werden. Für die Lagerung und den Transport dieser Gefahr-Stoffe gibt es daher Gefahrstoff-Behälter, die besondere Sicherheit bieten und Mitarbeiter und Umwelt vor einer Kontamination mit diesen Sonderabfällen schützen. Gefahrstoff-Transportbehälter können in der Regel flüssige Gefahrstoffe aufnehmen oder die Sonderabfallbehälter sind für feste bzw. pastöse Stoffe konstruiert und zugelassen. Mit den entsprechenden Zulassungen versehen, ermöglichen Gefahrstoff-Behälter heutzutage auch einen internationalen Gefahrstoff-Transport, der vor wenigen Jahren noch schwer denkbar bzw. unmöglich war.

Berge-Großbehälter für IBC-Container

Berge-Großbehälter für IBC-Container

Bergebehälter kommen beim Gefahrstofftransport, wenn alles korrekt abläuft gar nicht zum Einsatz, denn mit diesen ganz speziellen Behältnissen können defekte Primärbehälter, die Stoffe mit Gefahrenklasse enthalten, transportiert werden. Ein typisches Szenario, bei dem Bergungscontainer zum Einsatz kommen, ist eine Leckage eines normalen Standardfasses, in dem bspw. eine Säure transportiert wird. Ein Umladen der Gefahrstoffe vor Ort ist nur selten möglich, so dass die defekten Primärbehälter vor Ort nur geborgen werden, in einen Bergebehälter umgeladen werden und in diesem zum Bestimmungsort transportiert werden. Neue Bergeverpackungen sind die sogenannten Bergungsgroßbehälter, welche sich insbesondere durch ihr großes Volumen von den normalen Bergungsbehältern unterscheiden. Bergegroßverpackung sind für die Aufnahme von einem bis zu vier 200l-Standardfässern ausgelegt und können selbst komplette 1000l-IBC aufnehmen, die Leck geschlagen sind. Durch die Zulassung nach den aktuellen internationalen Richtlinien (bspw. die ADR 2015) können mit den Bergungsgroßbehältern die beschädigten Primärbehälter auch international transportiert werden.

Gefahrstoff-Depots, Sonderabfall-Transportbehälter und Bergungsverpackungen – drei wichtige Begriffe aus dem Sonderabfall-Transport. Dieser Artikel hat die Unterschiede erläutert und beispielhafte Anwendung der Behälter für Sonderabfall und Bergegroßbehälter aufgezeigt.

Größe von Auffangwannen – so berechnet man das Mindestvolumen

Bei unserer Beratung beim Kauf von Auffangwannen ist die richtige Größe der Auffangwannen ein besonders wichtiger Faktor. Denn nur wenn die Auffangwanne ein ausreichend großes Volumen besitzt, werden auch die entsprechenden Vorgaben erfüllt.

Dieser Vorgaben über die minimale Größe von Auffangwannen werden in der VAwS (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) beschrieben und können sich je nach Bundesland leicht unterscheiden, aber im Großen und Ganzen sind sie doch sehr ähnlich:

Für Nicht-Wasserschutzgebiet gilt, dass eine Auffangwanne mindestens so groß sein muss, wie das Volumen des größten Behälters, der auf der Auffangwanne eingelagert werden soll. Außerdem muss eine Auffangwanne mindestens 10% des Gesamtlagervolumens aufnehmen können. Gerade der erste Teil soll für den Fall die Sicherheit von Umwelt und Menschen gewährleisten, wenn ein Behälter eine Leckage bekommen sollte.

Zwei einfache Rechenbeispiele verdeutlichen, wie man die Mindestgröße einer Auffangwannge ermitteln kann:

  1. Fall: Insgesamt 15 200-Liter Fässer mit wassergefährdenden Stoffen sollten auf der Auffangwanne gelagert werden, also insgesamt ein Lagervolumen von 3000 L wassergefährdender Flüssigkeiten. Hier greift dann bei der Berechnung der Größe der Auffangwanne nicht die Regel bezüglich des größten Behälters, sondern die Größe der Auffangwannen muss mind. 300 Liter betragen, um mind. 10% des Gesamtlagervolumens auffangen zu können.
  2.  Fall: Auf einer Auffangwanne sollen 3 200-Liter Standardfässer und ein 1000l-IBC-Container gelagert werden, ingesamt also ein Lagervolumen von 1600 Litern gelagert werden. Jetzt muss die Größe der Auffangwanne mind. 1000 Liter betragen, damit die Auffangwanne ausreichend Aufnahmemöglichkeiten aufweist, um bei einer Leckage des größten Behälters – in diesem Fall des IBC-Containers – die wassergefährdende Flüssigkeite aufnehmen zu können.
Kunststoff-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 250 Litern - ideal für die Lagerung von Fässern

Kunststoff-Auffangwanne mit einem Auffangvolumen von 250 Litern – ideal für die Lagerung von Fässern

Die oben genannten Regeln gelten für Gebiete, die nicht als Wasserschutzgebiete ausgewiesen sind. In Wasserschutzgebieten muss die Größe der Auffangwanne so gewählt werden, dass nicht nur ein Teil des Gesamtlagervolumens aufgefangen werden kann, sondern alle wassergefährdendenn Flüssigkeiten müssen aufgefangen werden. Für die beiden obigen Beispiele müssten die Auffangwannen eine Mindestgröße von 3000l (1. Fall) bzw. 1600l haben.

Die minimale Größe einer  Auffangwanne ist dabei unabhängig vom Material, aus dem die Auffangwanne besteht. Die Vorgaben in Bezug auf das Auffangvolumen gelten gleichermaßen für Stahl-Auffangwannen, Edelstahl-Modelle, Kunststoff-Auffangwannen oder Versionen aus GFK.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Gasflaschen-Lagerung nach TRGS 510 – darauf sollte man achten

Die Lagerung von Gasflaschen im Außenbereich sind in den TRGS 510 (Technische Regel für Gefahrstoffe 510) streng reglementiert. Im Folgenden werden die wichtigsten Regeln für die Gasflaschen-Lagerung nach den TRGS 510 erläutert.

Wer muss die TRGS 510 befolgen und wo sind sie anzuwenden?
Wenn die Gasflaschen, die gelagert werden sollen, ein Nennvolumen größer als 2,5 Liter haben oder mehr als 20kg Gase in Druckgaskartuschen gelagert werden sollen, müssen die TRGS 510 angewendet werden. Dies trifft in der Regel bei fast jedem Unternehmen zu, die Industriegase oder technische Gase im Einsatz haben.

Welche allgemeinen organisatorischen Maßnahmen werden in den TRGS 510 festgelegt?
Die gelagerten Gasflaschen müssen im Gasflaschenlager gegen Umfallen geschützt werden und die Ventile müssen geschützt werden. Spezielle Halterungen für standfeste Gasflaschen (bspw. die häufig genutzten 11kg-Gasflaschen) sind dahingegen nicht notwendig. Andere Gasflaschen können bspw. mit Wandhalterungen für Gasflaschen gegen Umfallen geschützt werden.
Innerhalb des Gasflaschenlagers ist das Umfüllen oder auch Instandsetzen von Gasflaschen verboten. Werden in den Gasflaschenlagern akut toxische Gase gelagert, müssen diese vor dem Zutritt geschützt werden und je nach Toxizität des Gases sogar mit mit Gaswarneinrichtungen ausgestattet sein. Dies gilt insbesondere, wenn Gasflaschen im Innenbereich gelagert werden.

Für die Lagerung von Gasflaschen im Innenbereich müssen die Gasflaschen-Schränke aus feuerhemmenden Bauteilen sein, die mind. 30 Minuten dem Feuer standhalten bzw. mind. 90 Minuten dem Feuer standhalten (je nach Gefahrstoffklasse der gelagerten Gase). Das Dach der Gasflaschen-Depots muss ausreichenden Schutz gegen Flugfeuer bieten und die Bodenbeläge schwerentflammbar sein.

Innerhalb von Arbeitsräumen dürfen Gasflaschen nur in entsprechenden Sicherheitsschränken, den sogenannten Gasflaschen-Schränken gelagert werden, die die die Anforderungen aus der EN 14470-2 erfüllen. Abhängig vom Inhalt der Gasflaschen muss in den Gasflaschen-Schränken eine technische Belüftung vorhanden sein. Die miminmale Leistung der technischen Belüftung hängt von den Gasen ab. Bei der Gasflaschenlagerung im Innenbereich bzw. in Arbeitsräumen ist ebenso darauf zu achten, dass Ansammlungen oder die Ausbreitung von Gasen vermieden werden, so dass Gruben, Kanäle, Abflüsse, Kellerzugänge etc. dürfen sich daher nicht im  Gasflaschen-Lager befinden.

Spezielle Auflagen werden in den TRGS 510 für auch bei der unterirdischen Lagerung von Gasflaschen festgelegt. Max. 50 gefüllte Gasflaschen dürfen in einem Lager aufbewahrt werden, zudem muss für ausreichende Lüftung gesorgt werden. Auch Gaswarnmelder müssen bei Ausfall der Lüftung einen Alarm auslösen. Eine Ausnahme gilt für die Lagerung von Sauerstoff oder Druckluft, wo insbesondere die Auflagen bezüglich der Lüftung und den Gaswarnmeldern nicht gelten.

Gasflaschen-Container GFC-M-0-D mit Dach für die Lagerung nach den TRGS 510

Gasflaschen-Container mit Dach für die Lagerung nach den TRGS 510

Auch für Gasflaschen-Depots im Innenbereich und Gasflaschen-Lager im Außenbereich muss eine angemessene Lüftung sichergestellt werden, wobei die Lüftungsauflagen für Gasflaschenlager im Außenbereich häufig schon durch die natürliche Lüftung erfüllt werden. Bei der Lagerung von Gasflaschen im Freien muss ein Mindestabstand von 5m zu anderen Einrichtungen eingehalten werden. Kann dieser Abstand nicht gewährleistet werden, muss eine mindestens 2m hohe und nicht brennbare Schutzwand vorhanden sein. Werden Gase gelagert, die schwerer als Luft bzw. verflüssigt sind, ist auch hier auf einen ausreichenden Abstand zu Gruben, Kanälen, Abflüssen, Kellerzugängen etc. zu achten, damit hier kein Ansammlungen von Gasen stattfinden können.

Viele Grüße,
Alexander Kipp
Vom Team des Stapler-Profishop

Mobile Lagerhallen ermöglichen eine flexible Anpassung der Kapazitäten

Als Spezialist für innerbetriebliche Logistik und Lagertechnik erläutern wir häufig Themen, die sich um die effizienten Intralogistik drehen, also um die effiziente und umweltgerechte Lagerung und den Transport innerhalb eines Unternehmens, beschäftigen uns aber selten mit den Räumlichkeiten, in denen die Waren und Güter gelagert und transportiert werden.

Gerade in den heutigen Zeiten muss man bei den Unternehmenskapazitäten flexibel sein, so dass man in den Zeiten großer Nachfrage schnell Kapazitäten aufbauen kann, ebenso wie man in Zeiten schwächerer Nachfrage Überkapazitäten abbauen können muss. Das gilt nicht nur für das Personal sondern gerade auch für den Bereich Logistik und Lagerung. Traditionell nutzt man in diesem Bereich feste Lagerhallen, die man – wenn sie einmal gebaut sind – auch nicht so ohne weiteres brachliegen lassen kann. Benötigt man weitere Lagerkapazitäten ist die Anmietung einer weiteren Halle, wenn vorhanden, eine Möglichkeit die Kapazität schnell und ohne viel Kapitalbindung auszubauen. Neben den massiv gebauten Lagerhallen haben sich in den letzten Jahren aber neue Systeme am Markt etabliert, die auch für große Logistikherausforderungen eine gute Lösung bieten: Mobile Lagerhallen, die sowohl schnell errichtet aber auch wieder abgebaut werden können.

Mobile Leichtbauhallen bieten vielfältige Optionen für die Erweiterung der Kapazitäten

Mobile Leichtbauhallen bieten vielfältige Optionen für die Erweiterung der Kapazitäten (Quelle: RÖDER Zeltsysteme und Service AG)

Mit diesem noch recht neuen Typ Lagerhallen kann man immer passend auf die zunehmende Flexibilität in der Logistikkette reagieren. Dabei geht das Spektrum der Ausführungen von recht einfachen Zeltlagerhallen bis hin zu Gewerbehallen, die mit festen Wänden und doppelwandigen Dachkonstruktionen auch bspw. als Fertigungs- oder Verkaufshalle dienen können und gleichzeitig mit einer guten Isolierung und einem regulierbaren Raumklima gute Bedingungen für die Mitarbeiter bieten. Ebenso kann das vorherrschende Klima an die Lagergüter angepasst werden, so dass bspw. frische Lebensmittel auch im Winter frostfrei gelagert werden können.

Für die effiziente Intralogistik können diese mobilen Lagerhallen natürlich – wie die normalen Lagerhallen auch – von Staplern und anderen Flurförderzeugen befahren werden um bspw. die dort gelagerten Waren ein- und wieder auszulagern.

Ob als flexible Lagermöglichkeit, Erweiterung der Produktionsstätte oder auch einfach als Unterstand für den Maschinenpark – mobile Lagerhallen bieten heutzutage vielfältige Möglichkeiten, die vorhandenen Kapazitäten flexibel und günstig zu erweitern ohne dabei auf die passende Ausstattung verzichten zu müssen.

Viele Grüße,

Alexander Kipp
Vom Team des Stapler Profishop